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Sanierung der Asbesthalde beginnt

Wunstorf Sanierung der Asbesthalde beginnt

Seit 25 Jahren ist die Asbesthalde in Wunstorf eine schlummernde Altlast. Nun soll die Halde mit Kunststoff und Erdreich abgedeckt und dauerhaft gesichert werden.

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Der Zaun zum Gelände der Müll-Deponie Wunstorf-Luthe.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Wunstorf. An der riesigen Asbesthalde in Wunstorf bei Hannover soll nach mehreren gescheiterten Anläufen in der kommenden Woche mit der Sanierung begonnen werden. Nach der Rodung von Büschen und Bäumen sollen die abgelagerten über 160.000 Tonnen Asbestschlamm ab Anfang April mit einer Schicht aus Kunststoff und Erdreich abgedeckt und mit einem Drainage-System versehen werden, teilte die Region Hannover mit. Für die Abdeckung sind rund 3,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. 

Die Rückstände stammen von der 1990 aufgelösten Firma Fulgurit. Sie war einst einer der größten Produzenten von Asbesterzeugnissen in Deutschland. Nach dem Ende der Produktion wuchs die Halde mit Bäumen zu. Als dauerhafte Gefahr erwies sich, dass das abgelagerte Material nach dem Umstürzen von Bäumen oder durch Erosion nach starkem Regen immer wieder freigelegt wurde. Dadurch können die als stark krebserregend geltenden Asbestfasern freigelegt werden und als Feinstaub in das menschliche Lungengewebe vordringen. Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten.

Zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren sollen die Sanierung und auch deren dauerhafter Erfolg von Umweltexperten durch Messungen in der Umgebung überprüft werden. Während zunächst fünf Jahren soll auch das Grundwasser kontrolliert werden. 

Zur Beseitigung der Altlast war 2012 versucht worden, den Müll auf Deponien nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu bringen. Es wäre einer der größten deutschen Giftmülltransporte geworden, der aber am Widerstand der Kommunen vor Ort scheiterte. 2009 war ein Transport auf eine Halde bei Hannover nach Bedenken von Anliegern am Einspruch des Oberverwaltungsgerichts gescheitert.

dpa

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