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Schott gibt Fraktionsvorsitz ab

Wunstorf Schott gibt Fraktionsvorsitz ab

Umbruch in der grünen Ratsfraktion: Albert Schott hat zum Jahresende den Vorsitz niedergelegt. „Die Gründe liegen ausschließlich in der internen Situation meiner Fraktion und meines Ortsverbandes“, schrieb er in einer Mitteilung an Bürgermeister und Ratsvorsitzenden.

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Albert
Schott

Quelle: Archiv

Wunstorf. Gegenüber der Leine-Zeitung wurde Schott etwas deutlicher: „Ich habe den aktiven Rückhalt in Fraktion und Partei vermisst“, sagte er. Dies sei eine längere Entwicklung gewesen, sodass er seinen Entschluss schon Anfang Dezember gefasst habe. Er habe darum auch nichts mit der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Gruppenpartner SPD um die Ausweisung von neuem Bauland zu tun. Schott betont sogar: „Die Zusammenarbeit mit der SPD war insgesamt gut.“ Wer einerseits die Gruppenabsprachen vertreten, andererseits aber mit divergierenden Meinungen in der Fraktion umgehen muss, sitze manchmal zwischen den Stühlen.

Der Grünen-Parteivorsitzende Wolf-Rüdiger Leitner dankte Schott für seine Arbeit. „Wir respektieren seinen Schritt als persönliche Entscheidung“, sagte er. Auch Leitner sieht, dass Schott oft der Rückhalt fehlte. Das sei aber auch auf dessen Alleingänge zurückzuführen gewesen. Leitner ist zuversichtlich, dass die Fraktion mit einem neuen Vorsitzenden bald wieder in ruhigere Fahrwasser kommen wird. Der Nachfolger soll einvernehmlich in der nächsten Fraktionssitzung der sechs grünen Ratsmitglieder am 14. Januar gewählt werden. Bis dahin führt Schotts Stellvertreter Wolfgang Schulz-Binz die Geschäfte.

Die Vorsitzende der rot-grünen Gruppe im Rat, SPD-Frau Kirsten Riedel, wollte die internen Vorgänge bei den Grünen nicht kommentieren. Die SPD sei bereit, mit jedem weiterzuarbeiten, wenn gemeinsame Inhalte vertreten werden. „Die Bürger müssen wissen, wofür Rot-Grün steht.“ Die grünen Alleingänge der letzten Zeit hätten die Zusammenarbeit belastet.

Schott hatte den Fraktionsvorsitz vor drei Jahren von Meike Holste übernommen. Bis dahin hatte er dem Ortsverband der Partei vorgestanden. Ob Schott sich im nächsten Jahr noch einmal um ein Ratsmandat bemühen will, hat er für sich noch nicht entschieden. Die Listen werden im Februar aufgestellt. Seine eigene Rolle in den vergangenen Jahren schätzt er als sehr engagiert ein - auch wenn er nicht besonders viele seiner Ideen durchsetzen konnte.

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