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Schüler wollen Fluchtursachen kennen

Wunstorf Schüler wollen Fluchtursachen kennen

Ihr tatkräftiges Engagement für die Integration der Flüchtlinge ist schon ausgezeichnet worden - jetzt haben Schüler des Hölty-Gymnasiums sich bei einem zweitägigen Seminar in Loccum mit den Ursachen der Fluchtbewegungen auseinandergesetzt.

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Schüler des Hölty-Gymnasiums beschäftigen sich bei einem Seminar in Loccum mit dem Thema Flüchtlinge.

Quelle: privat

Wunstorf/Loccum. Die Schülervertretung hatte die Idee, mit Hilfe des Preisgelds aus dem "Kinder-haben-Recht-Preis" einen tieferen Einblick in die Zusammenhänge zu bekommen. Mit Unterstützung der Stadt und des Projekts Kurze Wege konnte sie das Seminar auf die Beine stellen, das auch der Landesjugendring für förderungswürdig hielt.

Insgesamt 19 Schüler vom Hölty-Gymnasium und aus Winsen/Luhe hörten in der evangelischen Akademie unter anderem von vier jungen Syrern aus erster Hand, warum sie ihr Land verlassen haben. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt schilderte, wie Wunstorf mit der Flüchtlingswelle umgeht. Wissenschaftler erhellten die Geschichte des Syrienkonflikts und seine Auswirkungen auf das Nachbarland Libanon. Mit Schulpastorin Susanne von Stemm verarbeiteten die Schüler die vielen bedrückenden Informationen am ersten Abend bei einer Zusammenkunft in der Klosterkirche.

Ebenso wie die Gäste vom Kirchenkreis Winsen/Luhe stellten die Gymnasiasten am zweiten Tag ihr Projekt "MachMit!" vor, in dem sie mit Flüchtlingskindern in den Wunstorfer Jugendeinrichtungen spielen und ihnen so den Einstieg in die Gesellschaft erleichtern, auch weil die Zuwanderer dabei die deutsche Sprache lernen. "Was ihr in den Projekten macht, ist genau das richtige, um den Lebenswillen zu stärken und um den Menschen zu helfen, diese schrecklichen Erlebnisse zu bewältigen", bescheinigte ihnen Cornelia Oestereich, Chefärztin in der Wunstorfer Psychiatrie. Sie hatte zuvor geschildert, welche psychischen Folgen die Kriegs- und Fluchterlebnisse haben können und wie die Flüchtlinge sie auch mit therapeutischer Hilfe überwinden können.

Von Sven Sokoll

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