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Schüler wollen nicht früher umziehen

Wunstorf Schüler wollen nicht früher umziehen

Schüler der Wunstorfer Außenstelle der Berufsbildenden Schule (BBS) sammeln Unterschriften und haben einen offenen Brief verfasst. Sie kritisieren die überraschend frühe Verlagerung der Schule nach Neustadt.

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Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Dass das Zentrum Wirtschaft und Verwaltung (ZWV) nach Neustadt verlagert werden soll, ist nicht neu. Das sollte im Sommer 2017 passieren. Mitte November nun wurden Schüler und Eltern darüber informiert, dass sie bereits Anfang Januar 2016 umziehen sollen. Der Grund: Die Region braucht die Gebäude möglicherweise als Behelfsunterkunft für Flüchtlinge. „Wir haben mit Schrecken erfahren, dass die Schließung des Standortes Wunstorf als Außenstelle der BBS Neustadt am Rübenberge zu Beginn des Jahres 2016 vollzogen werden soll und damit eineinhalb Jahre früher als geplant“, heißt es in dem Brief.

Die ohnehin von Schülern kritisierte Verlagerung bringe ihnen nun besondere Schwierigkeiten. „Wir sind davon ausgegangen, dass der jetzige 12. Jahrgang (Wirtschaftsgymnasium) das Abitur in Wunstorf abschließen kann. Es kann nicht sein, dass ein Beschluss einfach vorgezogen wird und die Schüler ins kalte Wasser geworfen werden“, schreiben die Schüler.

Die Nachnutzung ihrer Räume macht den Betroffenen die Argumentation schwer. BBS-Leiter Bernhard Marsch hatte angekündigt, mit Blick auf die Notsituation der Flüchtlinge die Maßnahme mit dem Kollegium zukunftsorientiert und solidarisch zu den in Not geratenen Menschen umzusetzen. Die Schüler fürchten nun als fremdenfeindlich bezeichnet zu werden, wenn sie gegen die Verlagerung argumentieren. Sie stellen klar, dass sie das nicht sind.

Ein Grund gegen die Verlegung sei aus Sicht der Schüler die prekäre Situation des Berufsbildungszentrums in Neustadt, das aus allen Nähten platze. Sie fürchten dadurch erhebliche Verschlechterungen - etwa ein Zwei-Schichten-Modell für den Unterricht, dass die Teilnahme der Schüler an Freizeitaktivitäten erschweren würde. Folgeprobleme der Verlagerung werden ihnen bisher nicht mitgeteilt, schreiben die Schüler.

Die Schüler und Eltern und fordern einen ehrlichen Umgang der Schule mit ihnen und pochen auf die ursprüngliche Variante, also eine Verlegung erst Mitte 2017. Ohnehin sollte der Beschluss der Schulverlagerung überdacht werden, meinen die Autoren.

Vorsorglich schließen die Schüler gleich eine Forderung an, sollte sich die frühe Verlagerung nicht ändern: Eine bessere Verbindung von Neustadt nach Wunstorf durch Schulbusse und eine Kostenerstattung für die Fahrten.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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