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Schwestern machen Waisenkindern in Kenia Geschenke

Wunstorf Schwestern machen Waisenkindern in Kenia Geschenke

Das Hilfsprojekt von Nora und Lisa Butenschön für Waisenkinder in Kenia war ein voller Erfolg. Die beiden Schwestern haben ermöglicht, dass die Kinder selbst genähte Federmäppchen, Schreibutensilien und Taschen erhalten konnten.

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Die Kinder des Little-Angel-Waisenhauses freuen sich über Federmappen und Taschen, die Nora Butenschön (rechts) mitgebracht hat.

Quelle: privat

Wunstorf. Die Idee der Schwestern: Zum Schuljahresbeginn sollten alle Kinder des Little-Angel-Waisenhauses in Likoni, einem armen Vorort in Kenias zweitgrößter Stadt Mombasa, mit Federmäppchen und anderem Schulbedarf ausgestattet werden. Über ihre Handarbeitsseite auf Facebook startete Lisa Butenschön einen Aufruf. Sie suchte Interessierte, die die Mäppchen für die Kinder nähen oder den Inhalt wie Stifte, Anspitzer und Radiergummis spenden. Innerhalb weniger Tage wurde der Beitrag von mehreren tausend Menschen gesehen und geteilt, sodass sich eine Gruppe von etwa 60 Frauen aus ganz Deutschland zusammenfand. Sie fertigten 80 Federmäppchen und 60 Schultaschen an und spendeten nicht nur den Inhalt, sondern auch kleine Geschenke wie Luftballons, Gummitwist und Kartenspiele.

Einen Teil davon nahm Nora Butenschön direkt mit nach Kenia. Für die freiwillige Helferin war es bereits der zweite Aufenthalt in dem afrikanischen Land. Erstmals unterstützte sie die Arbeit vor Ort 2013/2014. Die restlichen Dinge brachte Anja Friedrich mit, die Gründerin des Oldenburger Vereins Little Angel, der Spenden für das Waisenhaus sammelt.

n Bericht aus dem Reisetagebuch: Die Verteilung der Schulutensilien hat Nora in ihrem Tagebuch festgehalten. Hier ein Auszug:

„Leuchtende Kinderaugen, strahlende Gesichter, gemischt mit ein paar Zweifeln, ob es wirklich wahr ist. Wir haben die Federmäppchen verteilt. Morgens hatten wir sie ein wenig vorsortiert, ein Stapel für größere Jungs, ältere Mädchen, kleine Kinder, denn Mäppchen und Tasche aus der riesigen Auswahl zu finden, hätte wohl alle überfordert.

Also lagen etwa 20 Taschen und 20 Federmäppchen auf dem Tisch im Office, als wir die großen Jungs gerufen haben. Zu unserer Überraschung haben sie Mäppchen und Taschen ausgesucht, die wir für Mädchen und kleinere Kinder gedacht hatten. Draußen wurde jeder mit seiner neuen Tasche und dem Federmäppchen fotografiert. Manche der Jüngeren hatten schon die Sorge in ihren Augen stehen, dass nur die Großen eine Tasche bekommen, da kam Anja mit der zweiten Hälfte Taschen zum Office gelaufen. Die kleinen Jungs hatten dann schnell raus, dass in den Federmäppchen zwar die gleichen Dinge drin sind, aber in manchen ein großer Anspitzer.

Unsere Schulkinder erkennt man jetzt nicht mehr nur an der Schuluniform, sondern auch an den wunderschönen Taschen, mit denen sie zur Schule gehen.“

Von Rita Nandy

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