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Sprachklassen bringen Schule an die Grenzen

Wunstorf Sprachklassen bringen Schule an die Grenzen

Zu ihrem Europa-Projekttag am Montagvormittag hatte die Otto-Hahn-Schule einen Gast eingeladen. CDU-Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner informierte sich über die Arbeit in den Sprachlernklassen. Zuvor beantwortete er in der Aula eine Stunde lang politische Fragen von Neunt- und Zehntklässlern.

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Europa ist der Thema an der Otto-Hahn-Schule: CDU-Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner ist zu Gast und beantworte politische Fragen der Neunt- und Zehntklässler.

Quelle: Lange-Schönhoff

Wunstorf. In den zwei Sprachlernklassen der Otto-Hahn-Schule lernen zurzeit etwas 70 Jungen und Mädchen die deutsche Sprache kennen. Die Schüler sind zwischen elf und 18 Jahre alt, kommen  unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Rumänien, Russland und Tschetschenien. Viele von ihnen konnten am Anfang weder Schreiben noch Lesen. "Trotz der schwierigen deutschen Grammatik sind die Kinder gut dabei. Das verdanken wir auch der Unterstützung unserer ehrenamtlichen Helfer. Bei einer Klassenstärke von mehr als 29 Schülern kann das eine Lehrkraft allein kaum schaffen. Wir benötigen weitere Unterstützung", betonte Deutschlehrerin Susanne Pettau. Bei ihr und Schulleiterin Helga Radkte informierte sich Lechner über die Arbeit mit den Sprachschülern.

An der Otto-Hahn-Schule werde Großartiges geleistet. Die Jungen und Mädchen werden dort gut vorbereitet, lobte Lechner das Engagement von Lehrkräften und ehrenamtlichen Helfern. Leider, darauf wies Radtke den CDU-Politiker hin, mangele es immer noch an ausgebildeten Deutschlehrern. "Wir haben eine Planstelle, finden aber keinen Lehrer, der das notwendige DaZ-Zertifikat vorweisen kann", bedauerte sie. Dieses bescheinige der Lehrkraft, dass sie Deutsch als Zweitsprache unterrichten dürfe, klärte die Schulleiterin den Politker auf. "Im Moment sind wir an der Grenze, ", betonte Radtke. Auch für Deutschlehrerin Susanne Pettau ist noch kein Ersatz in Sicht. Die 63-jährige Pädagogin geht nach den Sommerferien in den Ruhestand. Sie werde sich aber auch künftig im Bereich der Sprachförderung engagieren, vielleicht an der Volkshochschule Kurse geben, so Pettau.

"Sprache ist wichtig und hat eine große Bedeutung. Wenn es nicht genug Fachkräfte gibt, müssten Lehrer fortgebildet werden", betonte Sebastian  Lechner. Er werde sich der Sache annehmen, versprach der Politiker.

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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