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Wer wird Segelweltmeister?

Steinhude Wer wird Segelweltmeister?

Ein besonderes Highlight hat der Kalender der Segelregatten in diesem Jahr zu bieten: Die Bootsklasse Flying Dutchman (FD) trägt Ende Mai ihre Weltmeisterschaft auf dem Steinhuder Meer aus.

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Meike und Tom Greten vom Hannoverschen Yacht-Club hoffen für die Weltmeisterschaft auf ähnlich spektakuläres Segeln wie bei den regelmäßigen FD-Regattten in Steinhude.

Quelle: Archiv

Wunstorf. Bei den Titelkämpfen vor drei Jahren auf dem ungarischen Balaton ist bei den Steinhuder Mitseglern die Idee gereift, die Veranstaltung in die Heimat zu holen. Das hat geklappt: Am 23. Mai fällt um 11 Uhr der erste Startschuss von insgesamt neun angesetzten Wettfahrten, in denen die Weltmeister gesucht werden. Für den 28. Mai ist die Meisterfeier geplant.

Gastgeber ist der Hannoversche Yacht-Club, der bereits jedes Jahr eine der insgesamt vier FD-Regatten auf dem Steinhuder Meer ausrichtet. Für den Vorsitzenden Tom Greten, selbst aktiver FD-Segler, ist die WM ein starkes Zeichen für das Regattarevier. „Wir profitieren dabei auch von der engen Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen über die Wettfahrtvereinigung.“

Noch bis Ende März können die Segler sich anmelden, bisher haben das 54 Bootsbesatzungen aus sieben Ländern getan. Die Gastgeber hoffen auf bis zu 130 Crews, die an den Start gehen. Dabei bestärkt sie ein gewisser Boom in der Klasse, den die WM in Deutschland mit ausgelöst hat: „Einige gute Segler sind aus anderen Klassen umgestiegen“, berichtet Gretens Frau Meike.

Wenn es mit dem großen Feld klappt, wird die Wettfahrtleitung um Stephan Giesen aus Essen auf dem Wasser alle Hände voll zu tun haben. Dann würde das Feld wohl in zwei Gruppen geteilt, um es übersichtlicher zu machen. Bis zu zehn Motorboote sorgen für die Sicherheit der Segler.

Auf dem Land bedeutet die Weltmeisterschaft einigen Aufwand, angefangen bei einer Eröffnungsfeier mit bis zu 400 Gästen. Nicht nur die Teilnehmer wollen abends unterhalten werden, auch für ihre nicht segelnden Begleiter gibt es ein umfangreiches Programm mit Ausflügen. Alle Boote werden ab dem 20. Mai kontrolliert, ob sie den Regeln entsprechen. Das alles bindet viele Kräfte, rund 50 Ehrenamtliche werden das gewährleisten. Und es kostet Geld: Dazu hat der Verein schon 15 Sponsoren mit im Boot und sucht noch nach weiteren.

Flotte Jolle mit Hang zum Gleiten

Der Flying Dutchman oder kurz FD ist zwar schon 65 Jahre alt und als olympische Bootsklasse nach den Spielen von 1992 ausgemustert worden. Der Beliebtheit hat das aber keinen großen Abbruch getan – eher im Gegenteil. „Für die Breitensportler ist eine Klasse nicht so interessant, wenn sie bei den Regatten auch auf Profis treffen“, sagt HYC-Chef Tom Greten, der auch der deutschen FD-Klassenvereinigung vorsteht. Positiv für die Breitenwirkung ist auch, dass man auch mit älteren Booten, regattaklar zu haben ab rund 10?000 Euro, noch vorn mitsegeln kann. Für einen Neubau legt man derzeit 25?000 Euro und mehr auf den Tisch. Mit fast 19 Quadratmetern Fläche von Groß- und Vorsegel kann der verhältnismäßig leichte FD schon dann in die von den Seglern erhoffte Gleitfahrt kommen, wenn der Wind fast von vorn kommt. Fällt der Wind von weiter hinten ein, macht das noch einmal so große Spinnakersegel die Jolle noch schneller. Auf dem 6,06 Meter großen Boot kann der Segler, der nicht steuert, sich mithilfe eines Drahtes am Mast („Trapez“) weit nach außen hängen, um das Boot gerade zu halten. Weltweit gibt es derzeit rund 1000 aktive FD-Crews. In der deutschen Rangliste werden rund 140 Steuerleute geführt.

Mehr Infos unter  fdworlds2016.com.

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