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Kinder diskutieren mit Regierungsmitgliedern

Wunstorf Kinder diskutieren mit Regierungsmitgliedern

Einmal mit Regierungsmitgliedern über ihre Wünsche sprechen - das konnten Wunstorfer Kinder und Jugendliche am Mittwochabend im Kurze-Wege-Laden an der Barnestraße. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt und Caren Marks aus der Bundesregierung, beide von der SPD, standen Rede und Antwort.

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Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt diskutiert mit Kindern und Jugendlichen und nimmt ihre Wunschliste entgegen.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesfamilienministerium sah sich zu Beginn vor allem Fragen zur Schule gegenüber, vielfach zum angestrebten Ganztagsbetrieb. "Wie soll man dann noch Freizeit haben?, fragte zum Beispiel Jan. Doch Marks entgegnete: "Bei einem richtig organisierten Ganztag lassen sich viele Elemente, die sonst zu kurz kommen, mit integrieren." Klagen kamen auch zu Unsicherheiten auf dem Schulweg und Mängeln an den Schulgebäuden, was Marks die Gelegenheit gab, für das von der SPD geforderte Investitionspaket aus dem Bund für die Schulen zu werben.

Die Sozialministerin hörte ein Plädoyer für viele Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und stimmte zu: "Ich würde mir wünschen, dass wir Kinder auch mal Kinder lassen sein können und nicht alles endlos verplanen." Auch mit dem Thema Flüchtlinge hatten die Kinder und Jugendlichen sich beschäftigt und fragten: "Warum lässt man die Flüchtlinge nicht von vorn herein arbeiten?" Rundt sagte, dass die Regeln schon ein gutes Stück gelockert wurden, aber noch nicht genug.

IGS-Leiterin Elke Helma Rothämel sprach sie auch auf einen Vorfall an der Schule an, bei dem Beamte in den Unterricht gekommen waren, um die Abschiebung einer Flüchtlingsfamilie einzuleiten - das hatte viel Unruhe ausgelöst. Dazu verwies Rundt auf eine sehr komplexe Rechtslage, auch im Bundesrat gebe es noch eine Mehrheit, die eher auf Abschiebung als auf Integration setze. "Wenn Menschen hier nicht bleiben können, müssen sie es aber sofort erfahren", ist ihr Wunsch dazu.

An dem Gespräch nahmen außer Besuchern des Kurze-Wege-Projekts auch Jugendparlamentarier und Nutzer des Jugendzentrums Bau-Hof teil. "Es ist toll, was allein die Ausarbeitung der Fragen bei den Kindern bewegt hat", sagte Bau-Hof-Chefin Dani Marchthaler. Am 14. September ist der Kurze-Wege-Laden auch Wahllokal für die U18-Wahl für die Jugend.

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