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Splittschicht bleibt wochenlang liegen

Wunstorf Splittschicht bleibt wochenlang liegen

Es knirscht unter dem Reifen und knistert im Radkasten: Seit Wochen haben Autofahrer auf zahlreichen Wunstorfer Straßen mit losem Splitt zu tun. Sowohl die Stadt als auch die Region haben mit den angeklebten Gesteinsbröseln Fahrbahnen reparieren lassen.

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Seit Wochen liegt der Splitt auf den Straßen, wie hier bei Großenheidorn. Autofahrer müssen langsam fahren.

Quelle: Kathrin Götze

Wunstorf. Die Stadt hat in Luthe, Großenheidorn, Steinhude und der Kernstadt zahlreiche innerörtliche Straßen behandeln lassen. Das Problem: Der aufgebrachte Reparatursplitt bleibt nach dem Einwalzen bis zu drei Wochen liegen, damit die Autofahrer ihn noch weiter festfahren. Überschüssiger Splitt sollte dann von Kehrmaschinen entfernt werden, sagt Stadtsprecher Hendrik Flohr. Die Reste könnten im örtlichen Wegebau weiter verwendet werden.

Bislang ist das aber nicht überall passiert. Das ist für die Autofahrer ein Ärgernis, vor allem auf den Kreisstraßen zwischen den Ortsteilen, für die wiederum die Region Hannover zuständig ist. Denn dort gilt nun seit Wochen Tempo 30. Wer schneller fährt, riskiert Schäden am eigenen oder nachfolgenden Autos. Betroffen sind unter anderem die Kreisstraße am Fliegerhorst Richtung Poggenhagen, die Strecken Großenheidorn-Klein Heidorn, Klein Heidorn-Wunstorf sowie einige Abschnitte im südlichen Neustadt.

Abhilfe naht aber, wie Regionssprecher Klaus Abelmann gestern auf Nachfrage mitteilte: Bis Ende der Woche sollen auif den Verbindungsstraßen die Splittreste aufgekehrt beziehungsweise abgesaugt werden, sagte er. Nächste Woche würden dann die Markierungen erneuert, die unter der neuen Deckschicht verschwunden sind.

Oberflächensanierung mit Edelsplitt

Die Reparaturmethode ist schon länger bewährt, die Behörden versprechen sich davon einen doppelten Nutzen: Zum Einen dringen die flüssige Klebemasse und die feinen Steinchen auch in schmale Ritzen, verhindern so Frostschäden. Zum Anderen wird die Oberfläche rauher und griffiger. das ist gut für Autofahrer, weniger gut etwa für Inliner- oder Skateboards.

Größere Schadstellen wurden vorab ausgefräst und mit Asphalt aufgefüllt. Zum Abschluss wurde die Oberfläche mit so genannten Polymerbitumenemulsionen versiegelt und mit Edelsplitt bestreut, also besonders feinkörnigem Bruchmaterial, das zunächst eingewalzt wird, später von den Autofahrern über Tage oder Wochen weiter festgefahren.

Von Kathrin Götze

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