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Bahn: Stadt lenkt Blick auf Alternativen

Wunstorf Bahn: Stadt lenkt Blick auf Alternativen

Wenige Stunden vor Ende der Frist hat der Verwaltungsausschuss (VA) am Montag einstimmig die Wunstorfer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan beschlossen. Zur umstrittenen Bahn-Neubautrasse südlich von Kolenfeld fordert die Stadt ein transparentes Verfahren und den Blick auf andere Varianten.

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Gegen eine geplante Bahntrasse südlich von Kolenfeld richtet sich viel Kritik. (Symbolbild)

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Wunstorf. In Kolenfeld formiert sich die alte Bürgerinitiative gegen die Trasse wieder. "Es gibt dort großen Unmut", sagte Ratsherr Karl-Peter Philipps (CDU). Den Vorschlag aus der Nachbarstadt Barsinghausen, eine Trasse statt dessen durch das geplante Gewerbegebiet Wunstorf-Süd zu legen, weist die Stadt aber auch zurück. Sie lenkt den Blick darauf, dass es auch großräumigere Alternativen südlich der Region Hannover gibt, neue Bahntrassen zu schaffen.

Der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (CDU) hatte dem VA zuvor über ein Gespräch mehrerer Abgeordneter aus CDU und SPD mit dem parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann im Bundesverkehrsministerium berichtet, in dem viele Bedenken geäußert worden sind. Er ist nach dem Gespräch vorsichtig optimistisch, dass die Trasse wieder aus den Plänen gestrichen werden könnte.

Dass die Bahn die Trasse gar nicht selbst beantragt hat, ist für ihn ein Indiz, dass sie auch nicht benötigt wird. Und da ein Ausbau der bestehenden Strecke schon länger in den Plänen steht und nicht gekommen ist, kann er sich vorstellen, dass am Ende überhaupt nicht passieren wird. Die Stadt lehnt nach dem Beschluss von Montag weitere Belastungen der Kernstadt durch ein weiteres Gleis jedenfalls auch deutlich ab.

Auch Hoppenstedts SPD-Abgeordnetenkollegin Caren Marks hat sich nach dem Gespräch geäußert: "Es gilt, das weitere Verfahren kritisch zu verfolgen und auf allen politischen Ebenen die Bedenken gegen den Neubau der Strecke Hannover – Bielefeld einzubringen." Für sie müssen die Lebensverhältnisse der Menschen entlang der Trassen stärker berücksichtigt werden. Generell sieht sie die Priorität beim Ausbau bestehender Strecken, mit dem notwendigen Lärmschutz.

Hoppenstedt berichtete auch, dass Bahn und Verkehrsministerium einhellig der Ansicht sind, dass die geplante höhere Verkehrsdichte auf der Strecke Wunstorf-Nienburg mit neuen Lärmschutzeinrichtungen verbunden sein werden. "Das ist ganz positiv", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. In der Stellungnahme fordert die Stadt aber, dass alle Bedingungen eingehalten werden, die im Dialogprozess über den Bahnverkehr in Norddeutschland mit der Entscheidung für die "optimierte Alpha-E-Variante" verbunden worden waren: Dazu zählen außer dem Gesundheitsschutz auch eine Verbesserung des Nahverkehrs und ein Schutz von Erholungsmöglichkeiten.

Von Sven Sokoll

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