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Zehn Politiker mit Ehrenring verabschiedet

Wunstorf Zehn Politiker mit Ehrenring verabschiedet

Großer Dank für das Erlebte und die gute Zusammenarbeit, Genugtuung darüber, etwas für die Stadt bewegt zu haben: Bei den Ehrungen zum Ende der Wahlperiode überwog bei den ausscheidenden Politikern die Zufriedenheit. In die harmonische Feier mischten sich aber auch kritische Zwischentöne.

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Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (vierter von links) und der Ratsvorsitzende Rolf Herrmann (dritter von links) mit den neuen Ehrenringträgern Heinrich Schaper (von links), Rudolf Speckhan, Dieter Schneider, Wolfgang Borges, Harald Brandes, Patrick Pierau, Friedrich Stolte, Erich Harms, Fritz-Helmut Mues und Jürgen Engelmann.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. 13 bisherige Mitglieder gehören dem neuen Rat nicht mehr an, von denen fünf aus der Hand von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und dem Ratsvorsitzenden Rolf Herrmann den Ehrenring der Stadt Wunstorf für mindestens 20 Jahre andauerndes Engagement  erhielten.

Den Anfang machte Harald Brandes ,  der seit 1981 ununterbrochen im Rat saß und dort sechs Jahre lang die SPD-Fraktion führte. 1995 übernahm er für ein Jahr das Bürgermeisteramt. Brandes erinnerte daran, wie er seit 1978 den Aufbau einer Pflege-Infrastruktur in Wunstorf betrieben hat, nach privaten Schicksalsschlägen dann aber auch noch als Geschäftsführer des Altenzentrums in Schieflage entlassen wurde. "Einiges ist damals in mir getötet worden. Auch wenn alles zwei Seiten hat", sagte er mit Blick auf die damaligen Auseinandersetzungen.

"Steinhude war immer mein erstes Anliegen", betonte Jürgen Engelmann , der 1986 in die Ratspolitik ging und fast 25 Jahre lang Ortsbürgermeister am Meer war. Deshalb nutzte der Sozialdemokrat aber auch die Gelegenheit, die Korrektur einer Entscheidung einzufordern: "Denn die Schließung der Steinhuder Schulen war ein schlechter Beschluss." Eberhardt hatte die Debatte in seinem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre als sehr belastend bezeichnet, zugleich aber appelliert, zu den gefassten Beschlüssen zu stehen.

Auch Erich Harms hat nach langer Zeit ein Ortsbürgermeisteramt abgegeben, seit 1996 hatte der SPD-Mann sich im Ortsrat Luthe engagiert. Die Stadt vertrat er eine Wahlperiode lang aber auch als stellvertretender Bürgermeister nach außen hin. Die weiterhin aktiven Kommunalpolitiker bat er: "Verzichtet auch mal auf die Fraktionsdisziplin."

Patrick Pierau hatte seine politische Karriere 1996 kurz nach seinem Abitur im Ortsrat Wunstorf gleich als stellvertretender Ortsbürgermeister begonnen und war 2001 auch in den Rat eingezogen. Der SPD-Politiker, der bei den Grünen angefangen hatte, bat die Kollegen: "Bleibt anständig."

Auf seine Mandate in Ortsrat Blumenau und Rat hat Rudolf Speckhan verzichtet, weil der Landwirt in nächster Zeit gegen die Nordumgehung klagen will. "Das hätte ein Geschmäckle gehabt." Damit endet eine bisher 20 Jahre andauernde politische Tätigkeit des Grünen. Zuletzt war er auch Ortsbürgermeister.

Den Ehrenring erhielten am Dienstag auch fünf Politiker, die nur in Ortsräten aktiv waren, darunter mit Wolfgang Borges (CDU) und Fritz-Helmut Mues (SPD) gleich zwei Kolenfelder. Während Mues dem Ortsrat dort 30 Jahre ununterbrochen angehörte und ihm zwölf Jahre lang vorsaß, setzte Borges sich auch bei der Feuerwehr für das Gemeinwesen ein.

Aus dem Ortsrat Wunstorf wurde Heinrich Schaper (SPD) mit Ehrenring verabschiedet, der zuletzt das Amt des stellvertretenden Ortsbürgermeisters ausfüllte. Friedrich Stolte (CDU) war in Mesmerode  sogar 35 Jahre aktiv gewesen, davon zehn Jahre als Ortsbürgermeister.  Er erinnerte sich vor allem gut noch an die 950-Jahr-Feier des Ortes. Der Klein Heidorner Dieter Schneider (SPD) mahnte bei seiner Ehrenring-Übergabe nach 30 Jahren, die Ortschaften nicht ausbluten zu lassen.

Sein Ortsratskollege Klaus-Peter Kayser (CDU) hat mit der Politik auch aufgehört, trägt den Ehrenring aber schon länger. Von 1981 bis 2001 hatte er als Ortsbürgermeister fungiert. Er erhielt nun aber eine Ehrennadel und eine Urkunde für 25-jähriges kommunalpolitisches Engagement des Städtetags. Das traf auch für die weiter aktiven CDU-Ratspolitiker Karl-Peter Philipps , Jörg Uebelmann und Manfred Wenzel sowie den Luther SPD-Ortsratsherrn Uwe-Karsten Bartling zu.

Nach kürzeren Zeiten aus dem Rat verabschiedet wurden außerdem Cornelia Fricke , Dieter Höhne , Albert Schott , Thomas Hinze , Anke Drude , Wolf-Rüdiger Leitner , Friederike Kosok und Bernd Schinke . Der zum Jahreswechsel von der Spitze der Grünen-Fraktion abgewählte Schott arbeitete dabei an seinem Bild für die Nachwelt: "Ich verbreite jetzt den Mythos, dass ich gehe, weil ich nicht Kommandeur des städtischen Schützenfestes werden konnte", sagte er.

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Von Sven Sokoll

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