Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Investor kann Drogeriemarkt nicht durchsetzen

Wunstorf Investor kann Drogeriemarkt nicht durchsetzen

Die Stadt hat einen Prozess um die Ansiedlung eines Drogeriemarktes an der Industriestraße gewonnen. Nach dem Auszug von Takko in dem Komplex nahe des Kreisels wollte die Hamburger Immobilienfirma Devello dort einen solchen Nachfolger einziehen lassen. Dem stand aber der Bebauungsplan entgegen.

Voriger Artikel
Bilanz: K+S sieht sich auf Pfad der Besserung
Nächster Artikel
Haus wird Solar-Check unterzogen

An der Industriestraße soll ein Drogeriemarkt angesiedelt werden, doch die Stadt lässt das nicht zu.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Der Investor verwies auf die Drogerie-Filiale in dem Rewe-Komplex schräg gegenüber und forderte gleiches Recht für sein Fachmarktzentrum ein. Dort gilt aber ein anderer Bebauungsplan. "Wir haben an der Stelle Drogerien ausgeschlossen, weil die vorrangig in die Innenstadt gehören", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. "Und das Verwaltungsgericht Hannover hat bestätigt, dass Kommunen von solchen bewusst getroffenen Entscheidungen auch nicht leichtfertig Befreiungen aussprechen können."

Die Stadt hatte 2005 den Plan "Auf Bösselhagen" geändert und dabei die Möglichkeiten für Einzelhandel für diesen Bereich südöstlich der Industriestraße für die Zukunft erheblich eingeschränkt. Die bestehenden Nutzungen genießen aber Bestandsschutz.

Der Kläger will aber auch noch nicht aufgeben. "Wir gehen in die nächste Instanz", sagte Devello-Geschäftsführer Jens Friedländer. Er stützt sich vor allem darauf, dass das Verwaltungsgericht durchaus auch Kritik an dem Bebauungsplan geübt habe. Die Richter werfen der Stadt in ihrem Urteil vor, die Lärmemissionen in dem Gebiet nicht hinreichend differenziert ermittelt zu haben.

Und Friedländer warnt die Stadt vor negativen Folgen, wenn Hürden für eine Vermietung zu hoch sind: "Wir haben jetzt schon 3000 Quadratmeter Leerstand an dem Standort. Es kann nicht im Interesse der Stadt sein, wenn wir dort eine Leiche produzieren. Doch das wäre die Alternative."

Die Stadt wird allerdings demnächst die Ergebnisse eines neuen Einzelhandelsgutachtens in der Hand haben. "Wir haben dem Investor in Aussicht gestellt, dass wir unsere Haltung damit dann noch einmal überprüfen werden", sagte Eberhardt.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x620xkbxpvt13ail1s
Winter am Meer heißt Hochsaison für Werft

Fotostrecke Wunstorf: Winter am Meer heißt Hochsaison für Werft