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Ausschuss will Bezirke für Gymnasiasten

Wunstorf Ausschuss will Bezirke für Gymnasiasten

Der Schulausschuss hat mit großer Mehrheit befürwortet, dass den beiden Standorten des Hölty-Gymnasiums ab dem Sommer Bezirke zugewiesen werden. Deutlich wurde indes, dass die Hauptstelle vor erheblichen Platzproblemen steht, wenn die Filiale in Steinhude aufgegeben wird.

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Das Schulzentrum Steinhude mit Gymnasium und Graf-Wilhelm-Schule soll in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Das bisherige Gymnasium Steinhude wird zum Schuljahreswechsel zu einer Außenstelle des Hölty-Gymnasiums. Die Schulbezirke sollen dafür sorgen, dass beide Standorte gleichmäßig ausgelastet werden - auch wenn man sich einig war, dass die Regelung nicht zwangsläufig zu kleineren Klassen führt.

Die CDU ist mit einem Antrag gescheitert, auch den Großenheidorner Eltern Wahlfreiheit zuzugestehen - nun müssen sie, wenn der Rat es so beschließt, ebenso wie Steinhuder und Hagenburger in Steinhude unterrichtet werden. Die Wahlfreiheit gilt damit nur für Klein Heidorn, Bokeloh, Mesmerode und Idensen. Nach einem Jahr soll nach einem Antrag der rot-grünen Mehrheitsgruppe geprüft werden, ob die Regelung funktioniert.

Hölty-Schulleiter Thomas van Gemmern und sein Stellvertreter Udo Menski hatten zuvor dargestellt, wie sie die Fusion managen. Schon jetzt laufen regelmäßige Abstimmungsgespräche. "Wir wollen es als Chance sehen und aus beiden Schulkulturen das beste herausziehen", sagte van Gemmern, der bis Ende Januar noch Chef des Steinhuder Gymnasiums gewesen war.

Das Ziel sei es, die Belastungen für alle Beteiligten möglichst gering zu halten und insbesondere die Pendelfahrten für Lehrer und Schüler stark zu begrenzen. Dafür müsse der Standort Steinhude aber groß genug sein, um ein eigenständiges Stammkollegium haben zu können.

Weil die Außenstellenlösung aber trotz allem eine zusätzliche Belastung bleibt, spricht van Gemmern sich dafür aus, sie möglichst auf die genehmigten drei Jahre zu begrenzen und auf eine Verlängerung zu verzichten. Das stößt aber auf räumliche Grenzen in Wunstorf, wie Menski vorrechnete: Demnach würden nach einer Vereinigung im Schuljahr 2019/2020 in Wunstorf zwölf Räume fehlen. "Die kann man nicht von heute auf morgen schaffen, deshalb weisen wir schon darauf hin."

Die Oberstufe bleibt in der Kernstadt, und im Schuljahr 2016/2017 soll auch der zehnte Jahrgang komplett in Wunstorf konzentriert werden, weil er der letzte ist, der schon nach zwölf Jahren das Abitur ablegt. Wie es danach geregelt wird, ist noch offen. Was aber feststeht ist, dass van Gemmern auch Investitionen in das Oberstufengebäude an der Oswald-Boelcke-Straße als dringend notwendig betrachtet: "Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass heute unter solchen Bedingungen noch unterrichtet wird."

Auch die IGS braucht mehr Platz

Das Problem fehlender Räume beschäftigt auch Elke Rothämel, auch wenn ihre evangelische IGS ohnehin schon eine riesige Baustelle ist. Die Schule baut jetzt ihre Oberstufe aus, die entgegen früheren Annahmen bis Klasse 13 gehen wird.

Und für den elften Jahrgang gibt es so viele Anmeldungen, dass das Landeskirchenamt bei der Stadt beantragt hat, ihn vier- statt dreizügig zu führen. "Wir wollen möglichst vielen Schülern den Start in die Oberstufe  ermöglichen", sagte die Schulleiterin. So könnten die eigenen Zehntklässler übernommen werden, ohne dass die Schule deswegen bisherige Realschüler abweisen muss. Das heißt aber, dass bis zu vier Räume fehlen. 

Von Sven Sokoll

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