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Sprachförderung wird mit Tablets unterstützt

Wunstorf Sprachförderung wird mit Tablets unterstützt

Mit 20 Tabletcomputern stattet die Stadt Wunstorf Grundschulen zur Sprachförderung von Flüchtlingskindern aus. An den Ausgaben in Höhe von 10 000 Euro beteiligte sich der Lions-Club Steinhuder mit einer Spende von 2000 Euro.

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Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (von links), Schulleiterin Birgit Hückelheim, Michael Gerhards und Wolfgang Schulz von den Lions sowie Konrektorin Sabine Tönsing beobachten interessiert, wie Angela Musolff mit den Kindern das neue Sprachlernprogramm ausprobiert.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt bedankte sich bei einem Treffen in der Albert-Schweitzer-Schule beim Lions-Schatzmeister Wolfgang Schulz und Sprecher Michael Gerhards. "Die Lions sind eine segensreiche Institution, deshalb wollte ich auch persönlich danken", sagte Eberhardt. Als "Schreibtischtäter", habe er sich zunächst schwer mit den zusätzlichen Ausgaben getan, gibt der Bürgermeister zu. Doch die Luther Grundschulleiterin Rosemarie Paech habe ihn letztlich überzeugt.

Die Schule in der Barne erhielt vier der Flachcomputer, die weiteren werden an Grundschulen mit Flüchtlingskindern vergeteilt. "Wir haben einfach nicht die Zeit für eine Eins-zu-eins-Betreuung der Kinder", sagte Sabine Tönsing, Konrektorin der Albert-Schweitzer-Schule. Acht Flüchtlingskinder aus Syrien und Tschetschenien besuchen die Schule. Am Mittwoch sei ein Kind aus dem Irak hinzugekommen, ergänzt Schulleiterin Birgit Hückelheim. "Jedes Kind hat täglich zwei Stunden Sprachförderung." Für diese ist Angela Musolff zuständig.

Sie freut sich über das neue Arbeitsmaterial. "Wir können neue Medien einsetzen, die die Kinder von zu Hause kennen." Wie selbstverständlich bedienen Aihan, Deni, Ghada, Selima und Leen die Geräte, auf denen ein kostenloses Sprachprogramm installiert ist. Die zehnjährige Selima tippt sofort das Bild der Katze an, als sie das deutsche Wort hört.

Die Arbeit macht offensichtlich Spaß. Ein weiterer Vorteil sei auch, dass anders als mit dem Computer auch platzunabhängig gearbeitet werden könne, sagt Pädagogin Musolff. Beispielsweise könnten die Kinder auch selbständig mit dem Programm arbeiten, wenn die Sprachkenntnisse für den Regelunterricht noch nicht ausreichten.

Mit der Spende unterstützt der Lions-Club erneut die Flüchtlingsarbeit. Mit 1000 Euro hat sich die Organisation an der Anschaffung einer Gemeinschaftsküche im Flüchtlingswohnheim am Luther Weg beteiligt. Das Geld dafür sowie für die Tablets stammten aus dem Erlös eines Vortrags von Rüdiger Nehberg im Stadttheater, sagte Lions-Sprecher Gerhards.

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Sprachförderlehrerin Angela Musolff beobachtet Aihan (von links, 8), Deni (8), Ghada (10), Selima (10) und Leen (6) bei ihrer Arbeit mit den neuen Tablets.

Quelle: Rita Nandy

Von Rita Nandy

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