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Handel in den Dörfern soll gestärkt werden

Wunstorf Handel in den Dörfern soll gestärkt werden

Die Stadt Wunstorf will Änderungen bei den Vorgaben der Raumordnung dafür nutzen, Nahversorgungsstandorte abseits der Kernstadt zu sichern und wenn möglich auch zu stärken. Das mindert die Gefahr von Schließungen, weil die Betreiber nicht erweitern dürfen.

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Die Stadt bemüht sich, die Nahversorgung in den Dörfern zu sichern und weiter auszubauen.

Quelle: imago stock&people

Wunstorf. Weil bisher nach den Vorgaben des Landes Märkte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, wie sie meisten Ketten sie heute wollen, nur in zentralen Orten erlaubt sind, war die Region bereits 2005 vorgeprescht und hatte die Kategorie des Nahversorgungsschwerpunkts geschaffen. Dort dürfen diese Grenzen im Einzelfall auch überschritten werden.

Dieses Modell hat jetzt auch das Land in sein Raumordnungsprogramm aufgenommen. Dabei wurde aber die Forderung mit aufgestellt, dass für jeden Standort ein Einzugsbereich definiert wird. Der Verwaltungsausschuss hat der Stellungnahme der Stadt dazu am Montag zugestimmt. "Es ist wichtig, dass wir unsere Wünsch der Region gegenüber deutlich machen", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Die Liste hatte das Büro Bulwiengesa ausgearbeitet, das auch ein neues kommunales Einzelhandelskonzept für Wunstorf erstellt.

Die Region hatte bisher Steinhude/Großenheidorn sowie Luthe als Nahversorgungsschwerpunkte definiert. Dabei sehen die Gutachter die Orte am Meer als so gut versorgt an, dass sie alternativ auch zu einem eigenständigen Grundzentrum hochgestuft werden könnten. Zu Luthe verweisen sie darauf, dass es mittlerweile sehr eng mit der Kernstadt verflochten ist und in der Planung als Teil von ihr betrachtet werden müsste. Neu soll nach dem Katalog Kolenfeld mit seinem Edeka-Markt als ein weiterer Nahversorgungsschwerpunkt festgelegt werden.

Um den Wunsch nach einem Supermarkt für das Butteramt zu unterstreichen, will die Stadt auch Bokeloh/Mesmerode vorsorglich als Standort aufnehmen lassen. Immerhin ist in einem Gutachten nachgewiesen, dass ein Markt dort einigermaßen wirtschaftlich betrieben werden könnte - auch wenn bisher die Suche nach einem Betreiber erfolglos war. Allerdings entwickelt sich gerade im Ort auch eine Initiative für einen Dorfladen in eigener Regie, wie andere Dörfer sie schon vorgemacht haben. "Diese Idee finde ich sehr gut", sagte Eberhardt.

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