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Stadtwerke steigen ins Breitband ein

Wunstorf Stadtwerke steigen ins Breitband ein

Die Stadtwerke wollen ihre geschäftlichen Aktivitäten ausdehnen: Künftig will der Versorger neben Strom, Gas und Fernwärme auch im Bereich der Telekommunikation tätig werden. Zum Auftakt soll ab Frühjahr nächsten Jahres das Gewerbegebiet Süd erschlossen werden.

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Die Stadtwerke Wunstorf wollen künftig auch Breitband-Netze betreiben.

Quelle: Uli Deck

Wunstorf. Dort wurden Lücken in der Versorgung mit Glasfasertechnologie ausgemacht, auf die auch Kunden hingewiesen haben. In den nächsten Wochen sollen die ersten Prospekte verteilt werden.

Auch Breitbandnetze zu errichten und zu betreiben ist geplant, um die Kunden mit zusätzlichen Angeboten wie Internet, Telefon und Fernsehen stärker an das Unternehmen zu binden. Partner ist dabei das hannoversche Telefonunternehmen htp. Später sind auch Kompletttarife der Stadtwerke mit Strom, Erdgas und Internet geplant.

Ausgelöst wird der Wunsch davon, dass die Stadtwerke immer weniger Gas verkaufen und auch die Margen dabei nicht hoch sind. Weitere Belastungen führen mit dazu, dass die Verantwortlichen nach neuen Geschäftsfeldern suchen, um das Unternehmen für die Zukunft weiter zu stärken. "Bisher ist das noch nicht existenzbedrohend, aber wir wollen frühzeitig gegensteuern", sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Henning Radant. Und das neue Geschäftsfeld liegt nicht weit von den bisherigen Tätigkeiten des Versorgers entfernt.

Wenn das Projekt im Gewerbegebiet gut läuft, kann Radant sich vorstellen, danach auch weitere Bereiche der Kernstadt nach gleichem Muster zu bedienen. Wegen der hohen Investitionen werde aber vorher immer der Bedarf genau geklärt. "Deshalb wird das Geschäft auch erst in fünf bis sieben Jahren Ertrag abwerfen." Langer Atem ist also gefragt.

Die Stadtwerke sind eine gemeinsame Tochter der städtischen Bäderbetriebe, der Stadtwerke Hannover und von Avacon. Die hannoverschen Stadtwerke halten auch Anteile an htp, deshalb lag die Zusammenarbeit nah. Der Wunstorfer Aufsichtsrat hat dem neuen Geschäftsfeld im August bereits zugestimmt.

Der Änderung des Gesellschaftvertrags muss aber auch der Rat billigen, was für diese Woche geplant ist. Gleichzeitig sollen dabei auch die Abläufe bei notwendigen Eilentscheidungen innerhalb des Unternehmens neu geregelt werden.

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