Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Brüllerei beim Kurzurlaub

Steinhude Brüllerei beim Kurzurlaub

Weil sich ihr Vermieter wie der Vogt von Steinhude aufgeführt habe, hat eine Berlinerin in Steinhude eine Beschwerde an die Steinhuder Meer Tourismusgesellschaft (SMT) geschrieben, nachdem sie und ihre 13 Wanderfreunde Anfang August einen Kurzurlaub am See gemacht haben.

Voriger Artikel
IGS-Lehrer bereiten Schulstart vor
Nächster Artikel
Wohnhaus in Steinhude geht in Flammen auf

Die SMT versucht allen Gästen Steinhude als Urlaubsregion schmackhaft zu machen

Quelle: (Alexander Körner)

Wunstorf. Die Urlauberin schildert darin Reibereien mit einem aufbrausenden Vermieter - um vermeintlich klemmende Türen etwa, die Frühstückszeiten und zu laute Unterhaltungen. In einem Fall soll er vor allen Gästen im Frühstücksraum gebrüllt haben: „Habe ich es denn hier mit einem Pflegeverein zu tun?“ Insgesamt viermal sei die Gruppe aufgefordert worden, sie könne doch abreisen, wenn ihr alles nicht passte. Die Gruppe aber hat durchgehalten. „Wir haben dann jegliche Konfrontation vermieden“, heißt es in dem Schreiben, das sie auch der Leine-Zeitung geschickt haben.

„Solche Fälle sind immer schwer zu beurteilen, wenn es sich nicht auf nachvollziehbare Fakten bezieht“, sagt SMT-Geschäftsführer Willi Rehbock, der jährlich rund zehn schriftliche Beschwerden bekommt und dazu noch eine größere Anzahl von mündlichen Meldungen in der Tourist-Information. Die SMT bittet dann immer die Vermieter um eine Stellungnahme, versucht sich ein Bild zu machen. „Oft liegen die Darstellungen aber weit auseinander.“

So auch in diesem Fall: Gegenüber der Leine-Zeitung wies der Vermieter die Vorwürfe weitgehend zurück. Die Atmosphäre sei von vornherein angespannt gewesen, weil die Seniorengruppe bei großer Hitze sehr erschöpft angekommen sei. Weil dann erst die Meldeformulare auszufüllen waren und die Schlüssel prinzipiell nur gegen Vorkasse ausgegeben werden, seien bei so einer Gruppe Wartezeiten nicht zu vermeiden.

Der Vermieter räumt das Zitat ein: „Ich habe kein betreutes Wohnen.“ Das habe er nur gesagt, weil ein Gast kurz hintereinander zweimal Probleme mit dem einfachen, funktionierenden Zimmerschloss gehabt habe. Er habe niemanden aufgefordert abzureisen. Auch der Vermieter erhebt Vorwürfe gegen die Gäste: Sie hätten seine Frau niedergebrüllt und angespuckt.

Auch wenn sich mit Vermittlung der SMT vielleicht der Unmut über einzelne Vermieter nicht beilegen lässt, versuchen Rehbock und sein Team zumindest, dem Gast die Urlaubsregion weiter schmackhaft zu machen. Wenn durch die Beschwerden echte Missstände bekannt werden, wirkt die SMT darauf hin, dass sie abgestellt werden. Im Extremfall können Quartiere während dieser Zeit auch im Buchungssystem gesperrt werden.

Immer mehr Kunden hinterlassen heute auch Bewertungen im Internet. Die SMT hat darüber aber kaum einen Überblick, weil es viele unterschiedliche Buchungsportale gibt. „Wir arbeiten aber gerade an einem neuen Buchungssystem“, sagt Rehbock. Es soll auch in der Lage sein, alle Bewertungen aus den Portalen zusammenzufassen. Bis dahin bittet die SMT zumindest die Kunden, die über sie gebucht haben, um Bewertungen. Diese werden bei sachlicher Kritik auch veröffentlicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6snrv1tqg9z1dgzw5j1s
Bauverein feiert mit seinen Senioren

Fotostrecke Wunstorf: Bauverein feiert mit seinen Senioren