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Ein See beweist Lebendigkeit

Wunstorf Ein See beweist Lebendigkeit

Es wartet mit einer beispiellosen Vielfalt an Naturräumen und Arten aufwarten: Am Mittwoch ist das Steinhuder Meer zum Lebendigen See 2017 gekürt worden. Für die Auszeichnung wählten der Global Nature Fund (GNF) und das Netzwerk Lebendige Seen Deutschland den Weltwassertag der Vereinten Nationen.

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Preisverleihung bei der ÖSSM in Winzlar (von links): Thomas Schaefer, Detlev Kohlmeier, Sonja Papenfuß, Christian Meyer, Karin Beckmann, Andrea Stüdemann und Frank Pfeiffer freuen sich gemeinsam.

Quelle: Kathrin Götze

Winzlar. Gefeiert wurde in der Zentrale der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar. Deren Trägerverein gehört dem Netzwerk seit 25 Jahren an, hat auch die Bewerbung in die Wege geleitet. Auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer war unter den Gästen - er habe beim jüngsten Besuch einen bescheidenen beitrag leisten können, als er gemeinsam mit dem ÖSSM-Profis Moorenten auswilderte, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Für die Lebendigkeit der Landschaft sorgen aber auch viele weitere Akteure am Meer, das zeigte sich  an der Gästeliste: Vertreter der Landkreise Nienburg und Schaumburg, der Region Hannover, der umliegenden Ortschaften und der unterschiedlichen Nutzergruppen hötzen zu, wie Fotograf Heinrich Hecht und Biologe Thomas Brandt die unterschiedlichen Vorzüge der Erholungslandschaft für Mensch und Tier priesen. Hecht hat kürzlich einen inhaltsschweren Bildband zum Steinhuder Meer veröffentlicht, von der ersten Auflage mit 2000 Stück seien nun noch gut 50 übrig, sagte er.

Thomas Schaefer vom Netzwerk Lebendige Seen erinnerte daran, welche Kämpfe um den Umweltschutz am Steinhuder Meer ausgefochten wurden, seit sich die ÖSSM vor 25 Jahren dort niederließ, den ehren- und hauptamtlichen Naturschutz erst etablierte. "Viele wichtige Naturschutzmaßnahmen, bis hin zu Winterfahrverboten und Verlegung von Wegen aufgrund neuer Schutzgebiete, heute von fast allen Bürgern verstanden und akzeptiert, wurden damals kontrovers diskutiert", sagte er in seiner Laudatio.

Er lobte die Akteure für die konstruktive Zusammenarbeit, die inzwischen gut funktioniere, trotz vieler Konflikte, die es zu bearbeiten gilt. Und die Natur lohnt es den Partnern: Kraniche, Kreuzottern, Seeadler und Sonnentau sind nur vier von zahlreichen gefährdeten Arten, die inzwischen am Steinhuder Meer heimisch sind.

Von Kathrin Götze

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