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Steinhuder feiern Schützenfest

Steinhude Steinhuder feiern Schützenfest

Leichter Wandel, aber auch viel Tradition: Unter diesen Vorzeichen haben die Steinhuder und ihre Gäste am Wochenende das Schützenfest gefeiert. Der historische Umzug mit zahlreichen Gruppen war am Sonntag trotz anfänglichen Regens der Höhepunkt - erst zum zweiten Mal lag er auf einem Sonntag. Den Montag haben die Schützen als Festtag abgeschafft.

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Die Wikinger vom dritten Zug.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. „Es ist bewundernswert, dass Sie trotz des Regenwetters alle erschienen sind", hat Schützenoberst Stephan Meuter am Sonntagmorgen Mitmarschierer und Zuschauer beim historischen Umzug begrüßt. Das Schützenfest lebt auch bei widrigen Umständen – und bot dieses Mal auch wieder einige Neuerungen auf.

So spielten der Musikzug und die Orginal Calenberger zum großen Zapfenstreich schon am späten Freitagabend und erstmals auf dem Ratskellergelände statt an der Friedenseiche. „Weil so besser ist", begründete Meuter den Wechsel kurz und knapp – viele Zuhörer dürften das nach der stimmungsvollen halben Stunde mit Fackelschein der Feuerwehr geteilt haben.

Schützenfest 2015 in Steinhude

Nachdem im Zelt am Freitagabend mit N-Joy-Mann Christian Fremy und am Sonnabend mit der Partyband Relax kräftig gefeiert worden war, kamen dann also am Sonntag alle zum Umzug zusammen. Die Züge des Schützenvereins hatten wie üblich mit vielen Ideen bunte Wagen gestaltet. Während die Damen als Hexen daherkamen, folgte der zweite Zug ihnen mit einem Wikingerschiff. Der dritte Zug führte eine Disco-Kugel mit, denn er ließ die achtziger Jahre musikalisch wieder aufleben. Den Tritt des Riesen, der das Steinhuder Meer entstehen ließ, hatte das Team aus der Kneipe Karins Boot dargestellt.

Mit hochprozentigen Sonnenauf- und -untergängen, Buttermilch und Jamingo ließen die Befehlshaber bei Bürgerbataillon und Schützen Mitmarschierer vor der versammelten Truppe bestrafen, die mit Vergehen auffällig geworden waren – etwa weil sie beim Marschieren abgekürzt haben, mit Hawaii-Hemd zu einer Veranstaltung erschienen sind oder sich verspätet haben. Jungschützenkönig Henrik Raatz musste vortreten, weil er einen Orden von seiner Kette verloren hatte.

Vor dem Umzug hatte das Bürgerbataillon zum traditionellen Frühstück eingeladen. Dieter Bruns, der zwölf Jahre als Stabsintendant die laufenden Geschäfte geführt hat, verlieh Bürgermajor Dirk Bredthauer diese Bezeichnung jetzt ehrenhalber. Bruns Nachfolger Ralf Thiele wurde ebenso wie Thomas Wulf für zehn Jahre aktive Mitarbeit ausgezeichnet. Bei den zwölf Pokalübergaben sicherte sich Nils Schweer den wichtigsten, den Jagdpokal.

Sven Sokoll

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