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Sternstunde für die Bahnfreude

Steinhude Sternstunde für die Bahnfreude

Freunde der Eisenbahngeschichte können sich freuen: Am Sonnabend ist das neue Freilichtmuseum in Steinhude eröffnet worden. Es war für den Vorsitzenden des Vereins Steinhuder Meer-Bahn, Nils Hoffmann, und seine Mitstreiter eine Sternstunde.

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Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt kehrt auf dem neuen Bahnsteig von den beiden ausgestellten Meer-Bahn-Waggons zurück.

Quelle: Wolfgang Rogl

Wunstorf. Zahlreiche Festredner hatten am Sonnabend nur lobende Worte für das neue Freilichtmuseum in Steinhude über, das in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Bahnhofsgebäudes auf dem Hofladen der Landwirtsfamilie Bühmann entstanden ist. Im Mittelpunkt stand dabei der - mit Unterbrechungen - in zwei Jahrzehnten nahezu in die Ursprungsausführung zurückversetzte Personenwagen 9, Baujahr 1898, der nun zusammen mit einem Güterwagen-Veteran auf einem Gleisstück mit Bahnsteig steht.

Er freue sich, so Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, weil er schon vor 22 Jahren bei der Rückholung des Wagens von Langeoog beteiligt gewesen war. Auf die Nordseeinsel war der Wagen 1937 für die Inselbahn gebracht worden, weil die Meer-Bahn zuvor ihre westliche Strecke zwischen Uchte und Rehburg stillgelegt hatte. Heimatfreund und Eisenbahner Hermann Beckedorf setzte sich für die Rückkehr ein, als der Wagen auf Langeoog überflüssig wurde. Der heutige Bürgermeister Eberhardt war damals im Rathaus Dezernent und unterstützte mit anderen Sponsoren die Aktion. Dabei sei gar nicht einmal der Kaufpreis für den Waggon entscheidend gewesen, sondern vielmehr der Transport auf einem Spezialfahrzeug.

Ortsbürgermeister Jürgen Engelmann betonte, ohne die Meer-Bahn, die bis 1964 Reisende direkt ans Meer brachte und danach noch sechs Jahre im Güterverkehr zu erleben war, hätte Steinhude nicht den Aufschwung im Tourismus genommen und die örtliche Wirtschaft nicht so profitiert.

Hannelore Beckedorf, deren Mann vor zwei Jahren verstorben ist, zollte Anerkennung für die Restaurierung. Bestimmt hätte es ihrem Hermann gefallen, den Tag der Einweihung zu erleben. Sie sei den Akteuren sehr verbunden.

Hoffmann und sein Stellvertreter Harald Brand ehrten viele Mitstreiter, die letztlich zu diesem großen Tag am 3. Oktober beigetragen hätten, voran die Familie Bühmann, deren Oberhaupt Willi ein Gemälde vom alten Bahnhof erhielt. Besonders gefreut haben sich die Veranstalter, dass die hochbetagte, aber immer noch sehr agile Ursula Lödding mit dabei war, deren Vater Betriebsleiter der Meer-Bahn war. Von ihm hat sie wertvolle Bilder und historische Unterlagen übernommen, die sie dem Verein zur Verfügung stellte. Die Arbeit am Museum ist noch nicht beendet. Es soll noch ein Schutzdach über den Wagen entstehen und eine Diesellok des ehemaligen Kalkwerks Wunstorf auf das Museumsgleis kommen. ro

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