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Streit um Hallendach beigelegt

Wunstorf Streit um Hallendach beigelegt

Nach dem Orkanschaden an der im Bau befindlichen Wasch- und Wartungshalle auf dem Fliegerhorst gibt es nun doch eine Einigung darauf, dass die Dachdeckerfirma Werder die Schäden auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern reparieren und dann die regulären Arbeiten bis zum Ende fortsetzen darf.

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Vom Neubau der Wasch- und Wartungshalle auf dem Fliegerhorst Wunstorf ist beim Orkan Niklas eine große Fläche des Dachs wieder abgedeckt worden. Jetzt können die Dacharbeiten weitergehen.

Quelle: Sokoll (Archiv)

Wunstorf. Die Oberfinanzdirektion Niedersachsen hatte dem Unternehmen aus Sachsen zuvor fachliche Mängel vorgeworfen, den Vertrag gekündigt und die Abschlagszahlungen für den insgesamt 1,5 Millionen Euro umfassenden Auftrag eingestellt. Werder hatte schon wenige Tage nach dem Schaden Ende März ein Schlichtungsverfahren beantragt. Weil stattdessen die Kündigung auf den Tisch flatterte, versuchte die Firma mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde zu verhindern, dass der Auftrag an einen Konkurrenten geht.

„Die Vernunft hat jetzt gesiegt“, sagte Werder-Mitarbeiter Tobias Röder nach dem Schlichtungstreffen von vergangener Woche. „Das Gespräch hätte viel eher stattfinden sollen.“ Es sei vereinbart worden, dass der Vertrag ungekündigt fortbesteht. Das Unternehmen räumte ein, dass handwerkliche Fehler passiert sind. „Die waren aber nicht ursächlich für den Schaden.“ Der Deutsche Wetterdienst hatte bis zu elf Beaufort Wind auf dem Fliegerhorst bestätigt.

Abgesprochen ist nun, dass Werder den notwendigen Rückbau auf eigene Kosten erledigt und dann wieder Abschlagszahlungen bekommt, wenn der Stand von vor dem Sturm wieder erreicht ist. Der öffentliche Auftraggeber trägt die nicht unerheblichen Aufräumkosten, nachdem das Material bis auf das Flugfeld geflogen war.

Werder sieht die Entscheidung nicht nur für die eigene Firma positiv, auch zeitlich käme es nach Auffassung der Handwerker zu einem Verzug, wenn eine andere Firma übernähme. Ein Sprecher der Oberfinanzdirektion will in der jetzigen Absprache keinen Sinneswandel der Behörde sehen: „Es ist ein reguläres Schlichtungsverfahren mit einem für beide Seiten vertretbaren Ergebnis.“

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