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Streit um die Mini-Kita Kleiner Leuchtturm

Wunstorf Streit um die Mini-Kita Kleiner Leuchtturm

Ärger um den Betreiberwechsel bei der Mini-Kindertagesstätte "Kleiner Leuchtturm": Mit einem Brief an die Ratsmitglieder versucht die bisher zuständige Elterninitiative, die Entscheidung über die Vergabe zu beeinflussen.

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Symbolbild

Quelle: Rolf Vennenbernd

Wunstorf. Die Initiative will die Trägerschaft der Einrichtung An der Mindener Bahn, südwestlich des Bahnhofs zum Ende des Jahres abgeben, hat sich um eine Nachfolge bemüht, wie die Vorsitzende Anne Stanzick erläutert. Die Kindertagesstätte hat Platz für fünf Kindergarten- und fünf Krippenkinder. Neben dem von den Eltern favorisierten Diakoniewerk Kirchröder Turm  hat sich aber auf die Ausschreibung der Stadt auch die Johanniter Unfallhilfe (JUH) beworben. Auch die katholische Kirche hatte zunächst Interesse bekundet, dann aber zurückgezogen.

Die Stadt ihrerseits favorisiert die Johanniter. Zum Einen, weil deren jährlicher Zuschussbedarf mit 79.829 Euro um fast 20.000 Euro niedriger veranschlagt ist als der des Diakoniewerks (98.883 Euro). Zum Anderen, weil die Stadtverwaltung auch auf Synergieeffekte mit den bereits bestehenden JUH-Einrichtungen in der Stadt hofft, insbesondere der Kita "Zwergenwelt", die in der nahen Portlandstraße ihr Quartier hat.

Dem Trägerverein ist es aber sehr wichtig, dass der selbst gewählte Nachfolger zum Zuge kommt. Deshalb hat Stanzick jetzt einen Brief an die Ratsmitglieder verfasst, in dem sie Befürchtungen äußert, die Johanniter könnten nur deshalb den günstigeren Preis anbieten, weil sie ihr Personal schlechter bezahlten oder schlechter qualifizierte Kräfte einstellten.

Dem widerspricht Bernd Stühmann, Dienststellenleiter der JUH Wunstorf, energisch: "Wir sind selbst Mitglied im Dachverband des Diakonischen Werks", schickt er voraus. Die Johanniter seien selbstverständlich tariflich gebunden und organisierten ihre Kinderbetreuung nach klaren Richtlinien. Sollten sie den Zuschlag bekommen, wollten sie den bisherigen Mitarbeiterinnen anbieten, sie weiter zu beschäftigen.

Es sieht ganz danach aus, als ob sich der Rat heute Abend für die JUH entscheidet. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Gemeinschaftssaal der Klinikums, Zufahrt über Am Stadtgraben. Der Verwaltungsausschuss hat am Montag bereits einstimmig für den entsprechenden Vorschlag aus dem Rathaus votiert.

Von Kathrin Götze

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