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Stromnetz: Partner sind einig

Wunstorf Stromnetz: Partner sind einig

Lange geplant, am Montag vollzogen: Die Avacon AG und die Bäderbetriebe als Tochter der Stadt Wunstorf gründen eine gemeinsame Stromnetzgesellschaft. Per Unterschrift wurde die gemeinsame Arbeit bestätigt.

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Vertragsunterzeichnung: Die Stadt kooperiert künftig mit Avacon beim Betrieb des Stromnetzes.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Die Stromnetzverwaltungsgesellschaft Wunstorf GmbH & Co. KG wird von Bäderbetriebsgeschäftsführer Andreas Saars geleitet. Sie nimmt Anfang 2017 das Geschäft auf.

Der Rat der Stadt hatte sich Mitte vergangenen Jahres mehrheitlich zugunsten eines Kooperationsmodells entschieden. In diesem Modell tritt Avacon als strategischer Partner auf. Eigentümer der Stromnetzgesellschaft sind zu 51 Prozent die Bäderbetriebe Wunstorf und zu 49 Prozent die Avacon AG als bisherige Eigentümerin des Netzes.

Die neue Gesellschaft schließt - so sieht es das Geschäftsmodell vor - mit Avacon einen Betriebsführungsvertrag und pachtet das Netz an Avacon zurück. Das Unternehmen bleibt so als Netzbetreiber mit jahrzehntelanger Erfahrung im Geschäft. Mit den jährlichen Pachteinnahmen kann die Stadt den Kaufpreis für ihre 51 Prozent finanzieren.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sprach gestern von einem guten Tag für Avacon und die Stadt. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Bäderbetriebe, Kirsten Riedel, betonte, dass auf diese kooperative Weise der Gedanke der Rekommunalisierung umgesetzt werde. Für Rat und Verwaltung sei es wichtig gewesen, durch den Erwerb des Stromnetzes Vermögen für die Stadt zu schaffen und vor allem Einflussmöglichkeiten zu gewinnen, sagte Eberhardt. Die Stadt gehe dabei kein Risiko ein. „Gemeinsam werden wir eine zukunftsweisende und sichere Stromversorgung für die Stadt sicherstellen“, so Eberhardt.

„Durch eine intensive Zusammenarbeit in dieser Netzgesellschaft wollen wir die lange partnerschaftliche Beziehung noch vertiefen und weiter ausbauen“, sagte Vorstand Michael Söhlke anlässlich der Vertragsunterzeichnung und betonte, dass man die Stadt beim Aufbau von Kompetenzen im Bereich des Stromnetzbetriebs vor allem mit Know-how unterstützen werde. Dabei profitiere die Stadt von der Erfahrung der Avacon, die aber das Risiko trage. Für die Verbraucher ergebe sich der Vorteil des zügigeren Kontakts zum Netzbetreiber etwa bei Störungen.

Das Ganze gilt nicht für das Versorgungsnetz in Steinhude, Großenheidorn und Teilen Klein Heidorns, dort ist ein anderer Netzbetreiber zuständig.

von Albert Tugendheim

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HAZ-Redakteur/in Albert Tugendheim

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