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Syncreon: Mitarbeiter streiken

Luthe Syncreon: Mitarbeiter streiken

Im Tarifkonflikt beim Logistikunternehmen Syncreon sind die Beschäftigten gestern erstmals zum Streik auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten am frühen Nachmittag an der Lise-Meitner-Straße.

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Beschäftigte von Syncreon demonstrieren vor dem Tor für bessere Arbeitsbedingungen.
Sokoll

Quelle: Sven Sokoll

Luthe. Zu dem ersten vierstündigen Warnstreik hatte die IG Metall aufgerufen, nachdem am Donnerstag der siebte Verhandlungstermin mit der Unternehmensführung über einen Haustarifvertrag für die 275 Beschäftigten gescheitert war. Die Arbeitgeber hatten die Verhandlung nach Gewerkschaftsangaben abgebrochen.

Rund 80 Mitarbeiter standen ab 12 Uhr vor dem Tor, die nach dem Schichtwechsel später von anderen Kollegen abgelöst wurden. „Wir sind jetzt gezwungen, über Protest zu einem Ergebnis zu kommen“, sagte Thorsten Gröger, Erster Bevollmächtigter der Metallgewerkschaft für den Bereich Nienburg und Schaumburg.

Deutlich wurde gestern auch, dass die Stimmung unter den Beschäftigten im Betrieb mittlerweile angespannt ist. Der Organisationsgrad der Gewerkschaft ist während der Auseinandersetzung seit dem Sommer auch schon deutlich in die Höhe gegangen.

Die IG Metall kritisiert, dass viele Beschäftigte trotz einer 40-Stunden-Woche ihren niedrigen Lohn vom Jobcenter aufstocken lassen müssen, um davon leben zu können. „Das ist so nicht akzeptabel“, sagte Gröger. Er verweist auf andere Betriebe in der Branche, die sich auf deutlich bessere Arbeitsbedingungen eingelassen haben. Selbst für den Syncreon-Standort Neutraubling seien Löhne von mehr als 13 Euro akzeptiert worden.

Gleichzeitig betont Gröger, dass die Gewerkschaft Syncreon wirtschaftlich nicht schaden will. Deshalb sei auch denkbar, für 2016 zunächst zu einer moderateren Anhebung als Zwischenschritt zu kommen, weil so lange noch der aktuelle Vertrag mit dem Auftraggeber Audi läuft. Die 3,5 Prozent Lohnerhöhung, die das Unternehmen nach Gewerkschaftsangaben zuletzt noch angeboten hatte, seien aber nach wie vor viel zu wenig. Von der Arbeitgeberseite war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Von Sven Sokoll

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