Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Andrang in neuer Unterkunft für Jugendliche

Wunstorf Andrang in neuer Unterkunft für Jugendliche

Das Interesse an der neuen Unterkunft für Jugendliche an der Marienburger Straße war groß. Etwa 100 Anwohner und Interessierte nutzten am Donnerstag den Tag der offenen Tür der Region Hannover, um einen Blick in die neuen Räumlichkeiten zu werfen.

Voriger Artikel
Mordsschwestern untersuchen mysteriösen Fall
Nächster Artikel
Fluchterfahrungen zu Kunst gemacht

Tag der offenen Tür im Wohnheim für Jugendliche an der Marienburger Straße.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Bei der Begrüßung lernten sie mit Wohnheimleiterin Astrid von Thadden "das Gesicht" der Wunstorfer Einrichtung kennen. So bezeichnete sie der Erste Stadtrat Carsten Piellusch in seinen Begrüßungsworten. "Die große Resonanz zeigt, dass das Interesse gewaltig ist." Zunächst sollen 36 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), wie es im Amtsdeutsch heißt, dort untergebracht werden.

Die ersten acht Jugendlichen seien bereits eingezogen, berichtet Dietmar Bolte, Leiter des Kinder- und Jugendheims Waldhof aus Barsinghausen, der auch für die Außenstelle an der Marienburger Straße zuständig ist. Am nächsten Montag soll die nächste Gruppe folgen. Fünf Gruppen mit je sieben bis acht Jungen finden dort insgesamt Platz.

Eine Erweiterung der etablierten Barsinghäuser Einrichtung sei nicht möglich gewesen, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan. So sei die Entscheidung gefallen, in Wunstorf zu bauen.

Die beiden Zweigeschosser, eins ist noch nicht ganz fertiggestellt, bestehen aus vorgefertigten Modulbauten. "Es ist gut so, wie es gemacht wird. Dass wir die Jugendlichen nicht nur in Container pferchen", sagt der direkte Anwohner Oliver Bockhorst. Er ist mit seinen neuen Nachbarn zufrieden. "Man hört und sieht nichts." Das sei bei der berufsbildenden Schule, die dort vorher war, ganz anders gewesen. Der erste Eindruck überzeugt auch Ursula Nebel. Die 84-Jährige betrachtet ihre neue Umgebung mit Skepsis. "Man weiß nicht, was kommt", sagt sie.

"Sehr schön. Ich bin Holzfan", lautet das Urteil von Carsten Piellusch nach dem Rundgang. Das Haus biete eine gute Mischung aus Rückzugsmöglichkeiten und Gemeinschaftsbereich. Die Einrichtung sei angemessen. So können die Jugendlichen beispielsweise zum Essen an einem Holztisch  Platz nehmen. Die Küche bietet die Möglichkeit zum gemeinsamen Kochen.

Wenn alle Bewohner eingezogen sind, werden sich um diese sechs Mitarbeiter kümmern. Die Jungen werden rund um die Uhr betreut. "Ich habe das Personal am Waldhof ausgedünnt und die besten Mitarbeiter nach Wunstorf geschickt", sagt Dietmar Bolte und appelliert an die Besucher. "Wir brauchen ihre Unterstützung." Damit sich die Jugendlichen integrieren, sei es wichtig sie beispielsweise mit zu Sportvereinen zu nehmen. "Die ganze Welt spielt Fußball. Auch im Iran, Irak oder Syrien."

doc6qzob2qifh3biaspi50

Fotostrecke Wunstorf: Andrang in neuer Unterkunft für Jugendliche

Zur Bildergalerie

Von Rita Nandy

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7wpk6v2aq34d0hd8
DLRG sucht eine neue Bleibe

Fotostrecke Wunstorf: DLRG sucht eine neue Bleibe