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Tauschring startet mit Seniorenhilfe

Wunstorf Tauschring startet mit Seniorenhilfe

Der Tauschring Neustadt/Wunstorf startet gemeinsam mit der Diakonie in ein neues Projekt. Mitglieder können als Seniorenbegleiter einem alten Menschen vorlesen, Geschichten erzählen, mit ihm einen Spaziergang machen, für ihn Einkäufe erledigen oder einfach nur da sein und zuhören.

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Karin Wessel kümmert sich im Haus Johannes um einen 78-jährigen Bewohner und hofft, das möglichst viele Menschen ihrem Vorbild folgen. 

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Es sei egal, ob der betreute Senior im Altenheim lebt oder in den eigenen vier Wänden, sagte Sprecherin Karin Wessel. Sie beteiligt sich seit einiger Zeit am Projekt "Überbrücken" und besucht mindestens einmal die Woche einen 78-jährigen Bewohner im Haus Johannes. Sie mache die Besuche im Altenheim schon seit Jahren und wisse daher, dass sich die Menschen dort sehr über zusätzliche Gesprächspartner und Unternehmungen freuen, betonte sie. 

Mit der Diakonie arbeitet der Tauschring schon seit 15 Jahren zusammen. Die Seniorenbetreuung ist ein neues Angebot der Neustädter Tausch Zentrale (NeTZ) und eine besondere Dienstleistung. Für Tauschring-Mitglieder, die sich in diesem Bereich engagieren wollen, gibt es, wie auch für andere Aktivitäten, Punkte. Spart man ausreichend davon an, kann man sich eigene Wünsche erfüllen. Wer zum Beispiel einen Maler braucht oder jemanden, der den Rasen mäht, bekommt die entsprechenden Kontakte vermittelt. 

In Wunstorf ist Karin Wessel zur Zeit die einzige Seniorenbetreuerin beim Tauschring. Sie weiß, dass der Bedarf an ehrenamtlichen Besuchsdiensten gerade in Altenheimen sehr groß ist. Manche Bewohner haben keine Verwandten mehr oder die Kinder leben weit weg. Dann fühlen sich viele alte Menschen einsam. "Es wäre schön, wenn wir weitere Mitstreiter für den Tauschring und besonders für die Betreuung der Senioren gewinnen können. Wer sich für diese Aufgabe Zeit nimmt, kann persönlich und menschlich nur gewinnen. Es macht das Leben der Senioren im Altenheim und zu Hause einfach reicher", sagt sie. 

Offen für das neue Angebot ist auch Katja Koitka. Sie leitet im Alten- und Pflegeheim Haus Johannes die Soziale Betreuung und hat bereits ein Team von 17 ehrenamtliche Mitarbeitern. "Karin Wessel ist ein Geschenk für uns, sie hat viel angeschoben. Es ist schon schön, wenn ein Bewohner eine persönliche Betreuung hat", sagt Koitka.

Der Tauschring bietet neben der Seniorenbetreuung noch viele andere interessante Möglichkeiten an. Bei Fragen stehen Karin Wessel unter Telefon (05031) 9622191 und Helga Kannegießer (05031) 9602844 zur Verfügung.

Was macht der Tauschring?

Der Tauschring Neustadt/Wunstorf ist eine organisierte Nachbarschaftshilfe. Darin haben sich Menschen mit einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen, kostenlos Dienstleistungen zu tauschen. Die Mitglieder erledigen Arbeiten füreinander, für die die einen keine Zeit, keine Lust oder kein Talent, andere aber große Freude haben. Dazu gehören zum Beispiel Blumen gießen, Rasen mähen, Tiere betreuen oder einen Schrank reparieren oder wie jetzt die Betreuung von Senioren. Wer dem Tauschring beitreten möchte, zahlt einen Jahresbeitrag von zwölf Euro. Vierteljährlich gibt es dann die Marktzeitung, in der die Angebote aufgeführt sind. Immer am dritten Sonnabend im Monat laden die Mitglieder zum Erfahrungsaustausch ins Tauschcafé, gerne auch zum Schnuppern, im Haus der Vielfalt, an der Bäckerstraße 6 ein - das nächste Mal also am 16. September. Beginn ist um 15 Uhr.

Von Christiane Lange-Schönhoff

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