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Testphase: Wasser läuft ins Freibad ein

Wunstorf Testphase: Wasser läuft ins Freibad ein

Der Großteil der Reparaturen ist geschafft, am Mittwoch haben die Bäderbetriebe Wunstorf begonnen, das große Schwimmerbecken im Freibad Bokeloh wieder zu befüllen. Gibt es in der vierwöchigen Testphase keine neuen Katastrophen, soll am Montag, 15. Mai, wieder eröffnet werden.

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Das Wasser läuft für den Testbetrieb ins große Becken ein. Andreas Saars vom Bäderbetrieb prüft die Temperatur.

Quelle: Kathrin Götze

Bokeloh. 14 Tage dauert es allein, bis das Becken mit rund 3300 Kubikmetern Wasser befüllt ist. "Puh, das ist noch kalt", sagte Andreas Saars, Geschäftsführer der Bäderbetriebe, als er die Hand hineinsteckte. Die Beckenfüllung wird aus kaltem Leitungswasser und dem 70 Grad heißen Wasser aus dem benachbarten Kaliwerk gemischt, bis die angenehme Badetemperatur erreicht ist.

Über die nächsten vier Wochen werden noch Restreparaturen und Wartungsarbeiten erledigt, Becken und Anlage haben ihren Probelauf, ebenso lang wie in jedem Jahr, aber nach den schweren Schäden, die nun repariert worden sind, mit besonderem Augenmerk, ob auch alles funktioniert und dicht hält. Läuft alles nach Plan, öffne das Bad dann von Montag, 15. Mai, bis zum 15. September, täglich von 10 bis 20 Uhr, sagt Saars.

Auch Marion Nowak von der Initiative für das Freibad Bokeloh freut sich auf die bevorstehende Wiedereröffnung. Die Initiative begleitet die Arbeiten und politischen Prozesse rund um das Bad mit kritischem Blick. "Schade, dass man nicht das Wochenende zuvor noch mit aufgenommen hat", sagt Nowak, "es wäre eine schöne Gelegenheit für die Familien, ihr Bad wieder in Besitz zu nehmen - und es hätte schon mal einiges Geld in die Kassen gespült."

Das sei leider nicht möglich, sagt Saars. Der Termin am 15. Mai sei seit Jahren Standard, darauf seien die Planungen ausgerichtet. "Früher habe ich gar nicht ausreichend Personal zur Verfügung", sagt er.

Das Freibad war wegen eines Leitungsschadens unterhalb des Beckens im vergangenen Jahr gar nicht geöffnet worden. Daraufhin war die Initiative Sturm gelaufen. Sie war bereits vorab entstanden, als Frühschwimmer- und Vereinszeiten gekürzt wurden. Unter den Freibadfreunden hält sich hartnäckig der Verdacht, der Weiterbetrieb des Bades sei von vielen nicht gewünscht. Sie wollen es zumindest so lange erhalten, wie das Warmwasser vom Kaliwerk noch nutzbar ist.

Doch auch dafür sei schon ein Ende abzusehen, sagt Saars: "Wir haben vom Betreiber K+S die Ansage, das ginge höchstens bis 2035 weiter."

Bokeloher arbeiten und feiern im Bad

Mit einem großen Arbeitseinsatz will die AG Zukunft Bokeloh am Freitag, 5. Mai, zur Pflege des Geländes beitragen. "Wir sind von 14 bis 17 Uhr dort, schneiden Hecken, jäten Unkraut, pflanzen auch mal Blumen", sagt Marion Nowak. Wer helfen wolle, sei willkommen.

Auch ein Kinderfest plane die AG im Bad, und zwar am 24. Juni. Warum kein Eröffnungsfest? "Wir waren nicht sicher, ob wir uns auf den Eröffnungstermin verlassen können", sagt Nowak. Und Geschäftsführer Saars sagt, dem Bäderbetrieb fehlten die Kapazitäten. "Ich bin froh, wenn wir die Arbeiten bis zur Eröffnung gut über die Bühne bekommen."

Von Kathrin Götze

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