Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
TfN spielt sich in die Herzen des Publikums

Wunstorf TfN spielt sich in die Herzen des Publikums

Mit einer emotionsgeladenen Musicaldarbietung hat das Theater für Niedersachsen (TfN) am Dienstagabend auf der Bühne des Stadttheaters erneut überzeugt. Sänger und Musiker der Musicalcompany spielten sich mit der Love Story von Erich Segal in die Herzen des Publikums.

Voriger Artikel
Hubschrauber fliegen über Wunstorf und Hannover
Nächster Artikel
Integrationsbeirat spricht über Abschiebung

Love Story: Jenny Cavilleri (Elisabeth Köstner) und Oliver Barrett IV (Jürgen Brehm) geben sich im Beisein von Vater Phil Cavilleri (Alexander Prosek, rechts) das Ja-Wort.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Lobende Worte gab es von den Zuschauern anschließend auch für das Bühnenbild von Hannes Neumaier: Eine Wand aus überdimensionalen Büchern. Da wird das Exemplar über die 100 besten Kaffeehäuser beispielsweise für ein erstes Rendezvous kurzerhand zu einem Kaffeeausschank. Leise Kritik gab es an der Lautstärke der Musiker. Eine Besucherin mit Hörgerät klagte über Probleme, die gesungenen Texte zu verstehen.

Mit der Auswahl des Stücks hat der Kulturring für einen gelungenen Start in seine 66. Spielzeit gesorgt. Mit etwa nur 200 Besuchern blieb das Interesse abermals hinter den Erwartungen zurück. So war die Enttäuschung über die lichten Zuschauerreihen beim Kulturringvorsitzenden Siegfried Kröning groß. Der Start Mitte September sei vielleicht zu früh gewesen, sagt er als Erklärungsversuch.

Denjenigen, die den Weg ins Stadttheater gefunden hatten, boten die Sänger, allen voran die Hauptakteure Jenny Cavilleri (Elisabeth Köstner) und Oliver Barrett IV (Jürgen Brehm), ausgezeichneten Gesang und Kurzweil. Dabei wurde gleich zu Beginn mit der Beerdigungsszene klar - auch für die, die den Inhalt des Kinoerfolgs aus den Siebzigerjahren nicht kannten -, dass diese Liebesgeschichte kein Happy Ending haben wird. Gerade erst 25 Jahre alt, stirbt Jenny an Leukämie.

Doch bis es zum tragischen Tod kam, durfte das Publikum an der alles überwindenden großen Liebe teilhaben. Dafür sind die beiden bereit, große Opfer zu bringen. Die Einser-Klavierstudentin aus einfachen Verhältnissen gibt ihren Lebenstraum auf und verzichtet auf ihr Stipendium für Paris. Der Harvardstudent sagt sich von seiner Familie los, denen die zukünftige Schwiegertochter nicht standesgemäß ist. Er wird enterbt. Die beiden leben ihren Traum, bauen sich eine gemeinsame Zukunft auf, bis das Schicksal gnadenlos zuschlägt und das traurige Ende dem einen oder anderen Gast eine Träne entlockt. Freuen durften sich die Sänger und Musiker zuletzt über minutenlangen, wohl verdienten Applaus.

Wie gefällt Ihnen das Programm der neuen Spielzeit?

Christina Friedberg (55) aus Luthe: "Ich habe bestimmt schon seit 20 Jahren ein Großes Abonnement. Dieses ist ein ganz tolles Programm. Es zieht sich durch die Jahrzehnte. Die Stücke sind sehr gut durchmischt. Die Love Story aus den Siebzigern. Honig im Kopf steht für die Moderne. Die Love Story ist wunderbar. Sie erinnert mich total an den Film."

Jutta Schlegel (75) aus Großenheidorn: "Herr Kröning gibt sich sehr viel Mühe, gute Stücke auszusuchen. Es gibt Klassisches und Modernes. Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Lehrer als Vorbild das Theater besuchen. Man nimmt von jeder Aufführung immer etwas mit nach Hause. Bei Honig im Kopf bin ich neugierig, wie man das auf die Bühne bringt."

Christel Homburg (75) aus Mesmerode: "Früher habe ich einen Notsitz für fünf Mark genommen. Seit wir in den Sechszigerjahren geheiratet haben, haben wir ein Abo. Jetzt nur noch eins. Der Spielplan gefällt mir gut. Da sind sehr interessante Sachen dabei. Für Tratsch im Treppenhaus, das Symphonie- und das Neujahrskonzert haben wir schon eine Karte dazu gekauft."

doc6wrnjl2bwupj8an98kf

Fotostrecke Wunstorf: TfN spielt sich in die Herzen des Publikums

Zur Bildergalerie

Von Rita Nandy

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xeuwxb1n0k31jodif3
Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden

Fotostrecke Wunstorf: Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden