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Über 1000 Gäste begrüßen „60 Jahre Bundeswehr“

Wunstorf Über 1000 Gäste begrüßen „60 Jahre Bundeswehr“

Die Bundeswehr muss auch nach 60 Jahren ihren festen Platz in der bundesdeutschen Gesellschaft haben. Das sagte der Kommodore des Fliegerhorstes, Oberst Ludger Bette, bei der Eröffnung der Ausstellung „60 Jahre Bundeswehr“.

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Initiator Manfred Pickel (rechts) und Kommodore Ludger Bette beim Rundgang. 

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Am ersten Ausstellungstag besuchten bereits 1012 Menschen die Ausstellung, die unter Federführung von Manfred Pickel vom LTG 62 entstanden ist. Die Integration der Parlamentsarmee Bundeswehr in die Bevölkerung müsse auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht erhalten bleiben, sagte Bette vor zahlreichen Zuhörern. Das sei eine der wesentlichen Herausforderungen für die Bundeswehr. Die Abschaffung der Wehrpflicht im Juli 2011 stelle eine tiefgreifende Veränderung dar. Der Nachwuchsgewinnung komme entscheidende Bedeutung zu angesichts des demografischen Wandels. „Die Bundeswehr steht um die jungen Leute im Wettbewerb mit anderen staatlichen Einrichtungen und der freien Wirtschaft“, sagte Bette. Für die Anwerbung neuer Soldaten müssten die Bedingungen stimmen, dazu zählen Besoldung, Unterkünfte und Berufsförderung.

Die Personalstärke der Bundeswehr werde in Zukunft höchstens bei 185.000 Uniformierten liegen, so erläuterte Bette. In ihren Anfängen Mitte der Fünfzigerjahre wurde die Stärke auf maximal eine halbe Million Soldaten festgelegt. Die ersten Grundwehrdienstleistenden zogen zum 1. April 1957 in die Kasernen ein.

Die Ausstellung in der Ju-52-Halle vor den Toren des Fliegerhorstes zeigt in zahlreichen Fotos, Dokumenten und Stücken Schlaglichter aus sechs Jahrzehnten Bundeswehr. Unter Federführung von Hauptmann Manfred Pickel, selber begeisterter Sammler, ist die Schau entstanden.

Einige Raritäten befinden sich unter den Ausstellungsstücken. Pickel ist stolz darauf. So sind die ersten Truppengattungsabzeichen aus dem Jahr 1955 zu sehen. Die wurden, so erzählt Pickel, aber schnell wieder abgeschafft, weil sie zu sehr an die Art der amerikanischen Abzeichen erinnerten. Ein altes Sturmgepäck ist ausgestellt, und es ist zu erahnen, wie kompliziert es zu schnüren gewesen sein muss. Auch eine originale Gehaltsliste aus den Anfängen findet sich.

Die Ausstellung über 60 Jahre Bundeswehr ist noch zwei Wochen jeweils donnerstags, sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt in die Ju-Halle kostet für Erwachsene 4 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre 2 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 1 Euro und für Gruppen ab zehn Personen je Teilnehmer 3,50 Euro.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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