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Stolperfallen auf dem Barneplatz

Wunstorf Stolperfallen auf dem Barneplatz

Die Neugestaltung des Barneplatzes gestaltet sich schwieriger als zunächst gedacht. Dies kam bei einer Diskussionsveranstaltung im Kirchenkaffee von St. Johannes zur Woche der Diakonie zur Sprache. Grund ist, dass sich ein Teil der Fläche in Privatbesitz befindet.

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Der Barnemarkt wandelt sich. Neben dem neuen Diakonisch-Kirchlichen Zentrum entsteht ein Wohn- und Bürogebäude des Wunstorfer Bauvereins. Auch der Barneplatz soll umgestaltet werden.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Eine von acht Eigentümern ist Apothekerin Marlis Eichenberg. Ihre Nachfrage bei der Stadtverwaltung habe ergeben, dass es wegen der Besitzverhältnisse noch Schwierigkeiten gebe. "Ich habe unseren Teil der Stadt gewidmet. Aber so einfach ist es nicht", bedauert Eichenberg. Das bestätigt auch Stadtsprecher Alexander Stockum. Derzeit würden Verträge ausgearbeitet.

"Der Eigentümer muss einverstanden sein, dass wir auf seiner Fläche bauen und sie nutzen, dafür übernimmt die Stadt die Verkehrssicherungspflicht." Bei den konkreten Planungen habe sich gezeigt, das das Konstrukt der Widmung nicht in Betracht komme. Rechtlich sei es nicht möglich, die Privatflächen dort einfach zu einer öffentlichen Fläche umzuwandeln.

Läuft alles nach Plan, sollen die Verträge von den Eigentümern möglichst noch bis Ende des Jahres unterzeichnet werden. Dafür müsse die Stadt noch das Gespräch mit zwei Eigentümern suchen, die sich bisher noch nicht zu der geplanten Neugestaltung geäußert hätten, so Stockum. Ein Drittel des 4500 Quadratmeter großen Areals befindet sich in Privatbesitz.

Im nächsten Jahr könnte dann das Ingenieurbüro SHP Vorschläge ausarbeiten, über die in einer Bürgerveranstaltung mit allen Beteiligten, Anliegern und Eigentümern, entschieden werden solle. 2019 könnten die Bagger mit den Arbeiten beginnen, sagt der Stadtsprecher, der die Kosten für Planung und Umsetzung des Projekts mit etwa 775 000 Euro beziffert.

"Es ist dringend erforderlich, das hier etwas passiert", sagt Eichenberg, klagt über zahlreiche Stolperfallen auf den Platz. Sie ist eine von drei Referenten, die Pastor Marcus Buchholz zum Thema "arbeiten - begegnen - beraten" befragt. Vor 50 Jahren hat sie ihre Sonnen-Apotheke am Barneplatz eröffnet. Sie erinnert sich noch genau an den ersten Tag. "Hier war ziemlich tote Hose." Doch später gab es dort Dinge, von den die Bewohner heutzutage nur träumen können: 17 Geschäfte und "1977 waren wir sehr glücklich als endlich eine Arztpraxis eröffnet wurde". Zwei weitere folgten. Geblieben sind einzig die Hautärzte.

Begegnungen forcieren möchte Referent Bernd Roßberg, der als "Freizeitpilot" im Haus der Vielfalt der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser ehrenamtlich tätig ist und mit Senioren Ausflüge unternimmt. Angebote gibt es genug, wie beispielsweise im Diakonisch-Kirchlichen Zentrum, im Projekt Kurze Wege oder auch im Haus der Vielfalt.

Kontakt vor allem zu jungen Menschen hat Kirchenkreissozialarbeiter Reiner Roth mit seinem Beratungsangebot im Haus an der Albrecht-Dürer-Straße. Vor Kurzem half der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf finanzschwache Familien mit Schulkindern zu unterstützen. Einmalig bekamen sie 50 Euro Zuschuss für Schulbedarf. Roths Wunsch für die Zukunft: bezahlbarer Wohnraum in der Barne und eine gute Nachbarschaft.

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Von Rita Nandy

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