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Politik setzt Hoffnungen in Verkehrsprojekt

Wunstorf Politik setzt Hoffnungen in Verkehrsprojekt

Wie können Pendler am Bahnhof optimal die Verkehrsmittel wechseln? Wie lässt sich Parksuchverkehr in der Innenstadt verhindern? Wo hat das Radwegenetz Schwächen? Das sind Fragen, die Studenten im Sommer 2017 in Wunstorf untersuchen könnten. Der Umweltausschuss reagierte positiv auf das Angebot.

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Mit den Verkehrsproblemen in Wunstorf könnten sich im nächsten Sommer Studenten in einem Projekt beschäftigen.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Vorgelegt hat es ihnen am Donnerstag Wolf-Rüdiger Runge von der Ostfalia-Hochschule. Der Professor für Verkehrsmanagement hatte im vergangenen Jahr bereits in Neustadt mit seinen Studenten acht Themenbereiche bearbeitet. Für ihre Master-Arbeiten unternahmen die Nachwuchsforscher umfangreiche Recherchen, einschließlich Bürgerbefragungen.

Jetzt hatten die Grünen ihn auch nach Wunstorf geholt. "Uns interessieren vor allem Lösungen für Kleinstädte, weil es dort noch wenige Projekte gibt. Dabei lebt dort die Mehrheit der Bevölkerung", betonte Runge im Ausschuss. Das Ziel seien konkrete Ergebnisse, auf denen die Stadt dann weitere Planungen aufbauen könne. Das Projekt koste die Stadt nichts und biete auch noch einen weiteren Vorteil: "Die Studierenden kommen unbefangen mit einem rein wissenschaftlichen Blick von außen."

Der städtische Baureferatsleiter Robert Lehmann schränkte zwar ein, dass die Stadtmitarbeiter schon einigen Arbeitsaufwand hätten. Trotzdem will er ein solches Vorhaben unterstützen: "Es klingt spannend", sagte er. Auch die Ausschussmitglieder wollen in den Fraktionen nun beraten, wie sie sich die Zusammenarbeit vorstellen können. Kirsten Riedel (SPD) und Albert Schott (Grüne) betonten, dass die Nordumgehung nicht alle Verkehrsprobleme auf einen Schlag lösen wird. Und Steffan Strulik (CDU) findet den Blick von außen sehr wertvoll: "Man sieht ja in der eigenen Stadt oft den Wald vor lauter Bäumen nicht."

Nistac: Wohnbebauung wird schwierig

Auf der Suche nach neuem Bauland ist die SPD auf die Idee gekommen, die Nistac-Industriebrache in Bokeloh umzuwandeln und hat die Verwaltung beauftragt, das zu prüfen. Stadtplaner Peter Pfadenhauer präsentierte am Donnerstag das Ergebnis einer überschlägigen Rechnung: Demnach stünden die hohen Kosten für Abriss und Erschließung in keinem guten Verhältnis zu den möglichen Erlösen bei 90 angenommenen Grundstücken. So bleibt die Frage offen, was mit dem Gelände weiter passieren kann. Baudirektor Robert Lehmann kündigte unterdessen an, dass das Gutachten zum Wohnraumbedarf am Montag, 30. Mai, ab 18 Uhr öffentlich in der Otto-Hahn-Schule vorgestellt werden soll.

Von Sven Sokoll

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