Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Lange Nacht der Kirchen füllt Gotteshäuser

Wunstorf Lange Nacht der Kirchen füllt Gotteshäuser

Die Kirche lebt und ist vielfältig. Das konnten Besucher der ersten Ökumenischen Langen Nacht der Kirchen am Freitag erleben. An zehn Veranstaltungsorten wurde ihnen ein buntes Programm geboten. Andachten, Musik, Lesungen und kulinarische Leckerbissen hatten die Organisatoren zusammengestellt.

Voriger Artikel
Im kleinsten Dorf wird kräftig gefeiert
Nächster Artikel
Freibadgelände ist für die Saison bereit

Zum Auftakt der ersten Ökumenischen Langen Nacht der Kirchen sind zahlreiche Besucher in die Stiftskirche gekommen, um die Eröffnung mit Superintendent Michael Hagen (links) und Hinrich Tuinmann zu erleben.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Der Auftakt war mit Musik, Begrüßung, Ansprache und Gebet bei allen Mitwirkenden gleich. Gemäß des ökumenischen Gedankens hießen jeweils der Hausherr und ein Gast anderer Konfession die Besucher willkommen. Beispielsweise eröffnete Superintendent Michael Hagen gemeinsam mit dem Baptisten Hinrich Tuinmann die Lange Nacht in der Stiftskirche, die gut gefüllt war. Interaktiv forderte Diakon Stefan Krüger die Besucher der Stadtkirche auf sich umzudrehen und den dort Sitzenden zu begrüssen und ihm mitzuteilen, ob er glücklich ist. Dieses Thema hatte sich Krüger für seine Ansprache ausgewählt. Vor der Tür boten die Johanniter heiße Suppe an. Die evangelische IGS hatte ihren Andachtsbauwagen vor der Tür geparkt. "Wie stellst du dir Kirche vor?", fragten die Schülerinnen Hanna und Leonie.  In der Kreuzkirche stand eine Ausstellung unter dem Titel "Reformation - da geht was!". Als Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Johannesgemeinde war es für Gudrun Rohe-Kettwich der erste Besuch der Baptistengemeinde. "Ich habe mich sehr wohl gefühlt", sagte sie und lässt sich am Ausgang von Damaris Takoua einen Stempel geben. Wer drei gesammelt hatte, erhielt als kleines Geschenk ein Reflektorklickarmband mit Lange Nacht der Kirchen-Silhouette.

Ein Kreis älterer Zuhörer traf sich im Haus der Vielfalt, um von den vier Damen vom Büchergarten Bordenau mehr über Katharina von Bora, der Frau an Luthers Seite zu erfahren. Eine musikalischen Lesung mit dem Titel "Hevenu shalom alechem" dreht sich in St. Johannes um Israel. "Das hätte noch drei Stunden so weitergehen können", sagte Besucherin Yvonne Flegel begeistert. Die Neustädterin hofft auf eine Fortsetzung der Langen Nacht der Kirchen im nächsten Jahr. "Schön ist die Vielfältigkeit", lobte ihre Freundin Friedlind Eichhorn. Viel Spaß hatten sie anschließend im Projekt Kurze Wege, wo die Fotobox ihren Besuch auf Papier festhielt.

Einen Kontrast bot die Kirche K21. Die fröhliche Andacht stand im Gegensatz zu dem düsteren ganz in schwarz gehaltenen Andachtsraum. Tim Sokowski schilderte in lockeren Worten seinen persönlichen Weg zu Gott. Der Auftritt der Kirchenband glich einem Rockkonzert. "Ich bin evangelisch. Hier ist es anders als in meiner Kirche", stellte Erwin Müller aus Barsinghausen fest.

Nach dem Donnergott "Xango" hat sich die Trommelgruppe benannt, die für Stimmung in der Corvinuskirche sorgte. Der Fragestellung "Warum lässt Gott das zu", widmete sich eine Diskussionsrunde in der Gemeinde mittendrin, nachdem zuvor munter über Schöpfung und Evolution diskutiert wurde.

Wie und ob sich die Ökumenische Lange Nacht der Kirchen weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Der gelungene Auftakt verlangt jedoch nach einer Fortsetzung.

Ausprobiert: HAZ/NP-Mitarbeiterin Rita Nandy gestaltet ein Kreuz beim Workshop in St. Bonifatius

Im Gemeinderaum von St. Bonifatius nehme ich zunächst dankend ein Glas Wasser an, das mir Gemeindereferent Winfried Gburek anbietet. Hinter mir liegen nun vier Stunden Kirchenhopping. Bevor ich zum Basteln in den Keller gehe, gucke ich mir noch die interessante Kunsthandwerkausstellung zum Thema Flucht an. Unten angekommen, sind die ersten schon am Hämmern, Drahtbiegen, Flechten und Kleben. An einem langen Tisch hat Tischlermeister Roland Krautwald zahlreiche Materialien bereitgestellt. Ich bewundere ein geflochtenes Kreuz aus Pfeifenputzern. Das könnte mir auch gefallen, aber der bunte Draht ist bereits vergriffen.Schließlich entscheide ich mich für eine Variante, die der Tischlermeister bereits als Muster vorbereitet hat. Schnell sind wir drei Frauen am Tisch, die sich für das gleiche Modell entschieden haben. Abwechselnd ziehen wir bunte Klebestreifen aus einer Packung und kleben sie in Kreuzform auf eine Platte. Sieht einfach aus. Exaktes Arbeiten ist gefragt. Erst am Schluss stelle ich fest, dass ich nach einem bestimmten Muster verfahren habe. Sollte so nicht sein, aber am Ende gefällt es mir trotzdem. Mit einem schwarzen Stift schreibe ich noch Lange Nacht der Kirchen 2017 hinzu. Ich freue mich, eine schöne Erinnerung an den anstrengenden, aber abwechslungsreichen Abend mit nach Hause nehmen zu können.

doc6utddmin4voos174afb

Fotostrecke Wunstorf: Lange Nacht der Kirchen füllt Gotteshäuser

Zur Bildergalerie

Von Rita Nandy

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x6k6frww9y7rgrgdjp
Klosterstraße: Arbeiten ruhen bis März

Fotostrecke Wunstorf: Klosterstraße: Arbeiten ruhen bis März