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Juso-Vorsitzende treten zurück

Wunstorf/Neustadt Juso-Vorsitzende treten zurück

Die Juso-Sprecher von Wunstorf und Neustadt, Gage Alexander Kuckuck und Felix Meyer, haben ihre Ämter niedergelegt. Beide waren bisher auch Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Mustafa Erkan, den die SPD nicht wieder nominiert hatte.

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Gage Alexander Kuckuck (rechts) tritt als Sprecher der Jusos Wunstorf zurück. Majid Atris behält das Amt weiterhin.

Quelle: privat

Wunstorf/Neustadt. Kuckuck, der auch als Schriftführer des SPD-Ortsvereins zurücktritt, nennt aber auch noch weitere Gründe, und zwar die seiner Meinung nach verpasste Verjüngung der SPD-Stadtratsfraktion sowie Bestrebungen der Vorsitzenden, die Redezeit bei SPD-Sitzungen zu kürzen. Diese Gründe kann Wunstorfs SPD-Vorsitzender Torben Klant nicht ganz nachvollziehen, sagt aber über Kuckucks Entscheidung: "Das ist schade für uns." Für ihn erklärt sie sich aber aus der Enttäuschung über die verpasste Landtagskandidatur Erkans. Kuckuck, der mittlerweile auch nach Hannover umgezogen ist, kritisiert "fragwürdige Methoden" bei der Wahl des Kandidaten, während Klant von einer normalen demokratischen Entscheidung spricht.

Der Neustädter Felix Meyer sagt über seinen Rücktritt: "Ich kann und will mit den jetzigen Parteifunktionären nicht mehr zusammenarbeiten." Er beklagt Beleidigungen und Anfeindungen, vor allem als Reaktion auf seine Zurückhaltung nach der Erkan-Abwahl und seinem eigenen Rücktritt aus dem SPD-Ortsvereinsvorstand  Neustadt, Mitte September. Im Ortsrat Otternhagen wolle er aber weiterhin tätig bleiben, sagt Meyer. Er hatte seinen Rücktritt in einer Versammlung der Jusos am Mittwochabend bekannt gegeben. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Maximilian Matthias. Dieser sagte auf Nachfrage, er sei sich keiner Schuld bewusst. Er und der zweite stellvertretende Juso-Vorsitzende Anton Boye hätten allerdings nach Meyers Rücktritt aus dem Ortsvereinsvorstand öffentlich erklärt, dass sie dieses Vorgehen nicht gut fänden.

Über Meyers Rücktritt bei den Jusos sei er nun "vor allem traurig", sagte Matthias. Schließlich seien alle Beteiligten mal gut befreundet gewesen. "Wir müssen jetzt aber nach vorne schauen und einen konstruktiven und inhaltlichen Wahlkampf für den Landtag machen", so Matthias. Nach der Landtagswahl werde man die internen Vorwürfe und Auseinandersetzungen dann aufarbeiten.

Von Sven Sokoll und Kathrin Götze

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