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Wasser aus dem Hahn bedenkenlos trinkbar

WuWiWo Wunstorf Wasser aus dem Hahn bedenkenlos trinkbar

Perfekt inszeniert: Der strömende Regen setzte zu Beginn des Interviews mit dem Geschäftsführer des Wasserverbands Garbsen-Neustadt Reinhard Niemeyer am Stand der HAZ/NP (D15) ein. Redaktionsleiter Markus Holz hatte ihn zum Gespräch gebeten.

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Reinhard Niemeyer, Geschäftsführer vom Wasserverband Garbsen-Neustadt, steht am Stand der HAZ/NP Rede und Antwort.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Er fragte zuvor Messebesucher, ob sie Leitungswasser trinken. "Ja", lautete die Antwort. Angst vor Schadstoffen hätten sie keine. "Bei gekauftem Wasser in Flaschen weiß ich ja nicht, was drin ist", sagte eine Dame.

Niemeyer verwies hinsichtlich der Nitratbelastung beim Trinkwasser auf Einhaltung der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte. 50 mg pro Liter seien erlaubt, durchschnittlich werden knapp 40 erreicht. Auf einen interessanten Aspekt verwies der Geschäftsführer bei der Verunreinigung durch Legionellen. Der Genuss des Wasser sei unbedenklich. Zu Problemen führten die Legionellen nur wenn sie, beispielsweise beim Duschen, eingeatmet würden. Außerdem sei der Kunde dafür verantwortlich, weil die Probleme hinter dem Wasserzähler entstünden, nicht davor. Dieser Bereich liege nicht mehr im Verantwortungsbereich des Wasserverbands.

Bei Kundenklagen über zuviel Kalk kann der Geschäftsführer nur ein schwaches Argument anführen. "Wir liefern kostenlos Calcium." In Hagen gebe es eine Entkaltungsanlage. Der dort anfallende Kalk werde zu Pellets oder Pulver an die Landwirtschaft geliefert - als Dünger. "Damit verdienen wir nicht, es kostet uns."

Probleme gibt es auch mit Eisenmangan-Ablagerungen in den Wasserrohren. Daher werden mehr als 60 Jahre ältere ausgetauscht. Durch die gute Konjunktur im Tiefbaubereich habe das Unternehmen allerdings reagieren müssen. "Im Mai fangen vier neue Kollegen an, die die Leitungen erneuern", sagt Niemeyer. Auch sollen künftig Rohrnetzbauer ausgebildet werden. Die Bewerbungen seien bisher jedoch eher spärlich.

Auf einen Wunsch von Redaktionsleiter Markus Holz angesprochen, braucht Niemeyer nicht lange überlegen. Er hofft, dass die Kunden dem Unternehmen auch weiterhin vertrauen. Vertrauen ist auch Thema zwischen dem Wasserverband und der Landwirtschaft rund um das Wasserwerk Hagen. Soll der Nitratwert durch den Gülleeintrag nicht steigen, müssen Verband und Landwirte zusammenarbeiten. "Wir laden ein zu einer größeren Informationsveranstaltung zu dem Thema am 19. April in Neustadt", sagte Niemeyer.

Von Rita Nandy

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