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Wettbewerb soll Ideen für Vion-Gelände liefern

Wunstorf Wettbewerb soll Ideen für Vion-Gelände liefern

Die Stadt will mit der Firma Progessu aus dem nordrhein-westfälischen Stadtlohn die neue Nutzung des Vion-Gelände zwischen Bahnstrecke und Luther Weg vorantreiben. Dazu soll ein sogenannter Letter of Intent abgeschlossen werden.

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Brache mit Perspektive: Auf dem ehemaligen Firmengelände sollen Wohnungen entstehen.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. In einer Vorlage aus dem Rathaus erläutert die Verwaltung ihre Absicht, der Rat muss dann den Abschluss der Vereinbarung beschließen. Die Stadt erklärt in diesem Zusammenhang auch, warum sie den englischen Begriff Letter of Intent nutzt, der nicht einfach mit „Absichtserklärung“ zu übersetzen sei. Der Begriff sei inzwischen im juristischen Sprachgebrauch etabliert: In einer solchen Erklärung werden Absichten klar umrissen. Sie soll beide Parteien zu einem vertrauensvollen Fortsetzen der Planungen ermutigen.

In der Vereinbarung bekunden Stadt und Unternehmen das gemeinsame Interesse, das Gelände des früheren Lebensmittelproduzenten vorwiegend für den Wohnungsbau zu nutzen. Dabei wird das Plangebiet aber über das reine Vion-Grundstück hinaus bis zu Blumenauer Straße erweitert. Auch das seit einigen Wochen als Flüchtlingsunterkunft genutzte frühere Vion-Verwaltungsgebäude am Luther Weg ist Teil des Planes. Dieses Gebäude gehört der Stadt, das restliche ehemalige Vion-Gelände hatte die Firma Progressu Mitte 2014 gekauft.

In einem städtebaulichen Wettbewerb sollen Ideen gesammelt werden, wie das Areal als Wohnstandort genutzt werden kann. Das Gebiet weiter für produzierendes Gewerbe zu nutzen, erscheint unrealistisch.

Wenn das Areal künftig mit Wohnungen bebaut werden soll, stellt der Lärmschutz ein Problem dar. Ein Gutachten ist zu dem Ergebnis gekommen, dass zur direkt angrenzenden Bahnlinie eine Kombination aus Lärmschutzwand und -wall gebaut werden muss, die Konstruktion müsste 16 Meter hoch werden. Ein weiteres Gutachten hat festgestellt, dass der Boden des ehemaligen Vion-Gelände nur wenig Sanierungsaufwand erfordere.

„Es gilt, ein tragfähiges Konzept zu finden, das die Anforderungen an den Lärmschutz, eine adäquate Erschließung sowie ein gewisses Maß an städtebaulicher Qualität miteinander verbindet“, so schreibt die Verwaltung. Eben dieses Ziel zu erreichen erscheint mit einem städtebaulichen Wettbewerb sinnvoll. Dessen Ergebnis soll bindend sein. Für die Finanzierung des Wettbewerbes erhofft sich die Stadt einen Zuschuss der Region Hannover.

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