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Wie eilig ist neuer Wohnbau?

Wunstorf Wie eilig ist neuer Wohnbau?

Streit zwischen SPD und CDU: Die Christdemokraten dringen auf eine Darstellung der Flächen, die als Neubaugebiete ausgewiesen werden könnten. Die Mehrheitsgruppe will erst ein Gutachten abwarten.

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Vor zehn Jahren wurde das Wunstorfer Rathaus, eine Kombination aus Alt- und Neubau, in Betrieb genommen.

Quelle: Symbolbild

Wunstorf. Im September sind Kommunalwahlen und so langsam ist zu spüren, dass die Parteien in den Wahlkampfmodus umschalten. Es ist ja nichts Schlechtes, wenn sie dabei ihr Profil schärfen und sich von der politischen Konkurrenz unterscheidbar machen wollen. Nur was tun, wenn eigentlich fast alle dasselbe wollen?

Dann kommt es zu Wortgeklingel, das in der Sache eigentlich niemandem hilft. So geschehen in der Sitzung des Umweltausschusses. Thema war der Wohnungsbau. Die CDU hatte einen Antrag eingebracht mit der Forderung, dass die Verwaltung darstellen solle, wo Bauflächen ausgewiesen werden könnten. Alle Ortsteile seien dabei gleichrangig zu berücksichtigen. Zudem sollten Flächen gesucht werden, auf denen sozialer Wohnungsbau verwirklicht werden könnte.

Zwar haben, so erinnerte die umweltpolitische Sprecherin der CDU, Christiane Schweer, SPD und Grüne vor zwei Jahren ein Papier zu ebendiesem Thema vorgelegt, nur passiert sei nicht viel. Nun dränge die Zeit, einen Grund zu warten gebe es nicht, so befand Schweers Vorgänger im Sprecheramt, Nicolai Balzer.

So viel Zeit, ein Gutachten abzuwarten, sei aber sehr wohl, konterte die Vorsitzende der SPD/Grünen-Gruppe, Kirsten Riedel. Das Gutachten soll in etwa zwei Monaten fertig sein. Von ihm seien genau die Antworten zu erwarten, die die CDU auch haben möchte. Zudem stehe längst der gemeinsam gefasste Beschluss, Fördertöpfe für sozialen Wohnungsbau anzuzapfen.

Da im Ausschuss die Mehrheitsverhältnisse klar sind, setzten sich SPD und Grüne durch. Die für April erwartete Studie wird abgewartet, dann soll es darangehen, ein Wohnbaukonzept zu erstellen. Allerdings hat die Ratsgruppe SPD/Grüne wohl ein internes Problem. Denn die Grünen haben sich zuletzt gegen die Erweiterung des Neubaugebietes am südlichen Rande der Kernstadt gesperrt.

Grobe Berechnung kommt

Grundsätzlich sei die Idee unterstützenswert, das Nistac-Gelände in Bokeloh als Wohnstandort zu prüfen, meint Baureferatsleiter Robert Lehmann. Die Gruppe SPD/Grüne hat das beantragt. Allerdings dürfte es schwierig werden, einen Träger für ein solches Projekt zu finden, so seine Einschätzung. Lehmann bot an, in der Stadtverwaltung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung aufzustellen. Stadtplaner Peter Pfadenhauer stimmte dem zu und meinte, es könne sich dabei um Schätzungen handeln, die mit begrenztem Aufwand zu betreiben seien.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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