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Wird es bald dunkler in Wunstorf?

Wunstorf Wird es bald dunkler in Wunstorf?

Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt mit weniger Licht auf den Straßen in der Nacht schützen: Das war die Intention eines Antrages des Ratsherren der Partei Die Linke, Rüdiger Hergt.

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Weniger Licht in Wunstorf zum Schutz der Umwelt? Tugendheim

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Die Verwaltung sollte nach seinem Wunsch einen Bericht erstellen und Möglichkeiten aufzeigen. Martin Meinborn, Fachbereichsleiter für den Tiefbau bei der Stadt, hatte sich indes schon sehr gut auf das Thema vorbereitet. Ergebnis: Ohne lange Prüfberichte zu erstellen, soll es künftig einen Versuch geben. Dabei soll getestet werden, ob mittels der Dimmung von Straßenlaternen Einsparungen möglich sind, ohne dass das Sicherheitsgefühl der Wunstorfer leidet.

Landauf, landab wird in Kommunen immer mal wieder diskutiert, ob die Nachtabschaltung sinnvoll ist. Hergt nannte zur Begründung England als Beispiel. Dort ist eine Studie erstellt worden, nach der es keine Zunahme an Unfällen und Kriminalität gebe, wenn es nachts auf den Straßen dunkler sei. Auch Meinborn gestand, dass es keine eindeutigen Belege dafür gebe, dass eine Verringerung der Beleuchtung einen Anstieg an Unfällen oder Kriminalität zur Folge habe. Aber er wies auch auf das subjektive Sicherheitsgefühl und das individuelle Erleben von Angsträumen hin. Das erfordere genaue Überlegungen, ob weniger Licht sinnvoll sei.

Die Stadtverwaltung spart bereits bei der Beleuchtung. Seit vier Jahren werden die alten Quecksilberdampfleuchten gegen moderne LED-Leuchten in den Straßenzügen ausgetauscht. Von 3700 alten Leuchten sind schon 1350 umgerüstet. Ersparnis: ein Drittel weniger Stromkosten. Künftig stattet die Stadt die neuen Leuchten auch mit Dimmmodulen aus, was nach Meinborns Angaben nur wenig Mehrkosten ausmache - die Umrüstung von Alt auf Neu zahlen die Anwohner.

Sogenannte intelligente Steuerungsprogramme für Straßenbeleuchtung, die je nach Bedarf automatisch reagieren, seien noch zu wenig entwickelt, sagte der Fachbereichsleiter. In der Diskussion der Ratsmitglieder zeigte sich, dass einige der Intention Hergts zu Einsparungen zustimmen würden. Allerdings findet die generelle Abschaltung keinen Gefallen - auch wenn der eine oder andere zugab, auch mal gerne in den Sternenhimmel blicken zu wollen, ohne von Straßenlaternen gestört zu werden.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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