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Wirtschaftsstandort entwickelt sich weiter

Wunstorf Wirtschaftsstandort entwickelt sich weiter

Wunstorf ist ein gefragter Wirtschaftsstandort. Nur wenige Immobilien stünden leer, sagt Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm. Grund für einen Leerstand seien oft der nicht mehr zeitgemäße Zustand oder überzogene Preisvorstellungen der Eigentümer. Die Nachfrage nach kleineren Gewerbeflächen übersteigt das Angebot.

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Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm blickt optimistisch in die Zukunft. In den nächsten Jahren wird sich die Gewerbelandschaft weiter verändern.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Kurz vor dem Abschluss stehen die Verhandlungen für die letzte etwa 6000 Quadratmeter große Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Zementwerks im Gewerbegebiet Süd. Zum Zuge komme entweder ein Konsortium aus drei Betrieben oder ein Alleinbewerber.

"Wir hoffen in eineinhalb Jahren wieder Flächen anbieten zu können", sagt Schwamm, dem es mittlerweile gelungen ist, zu den meisten Landwirten ein kooperatives Verhältnis aufzubauen, wie er sagt. Damit zeichne sich nun eine weitere Entwicklung im Gewerbegebiet ab. An der Lise-Meitner-Straße sollen kleinteilige Flächen angeboten werden. Zunächst wird jedoch für größere Betriebe am Luther Forst West Baurecht geschaffen.

Die Baugenehmigungen könnten im Frühjahr erteilt werden. Berücksichtigt würden dort jedoch nur Unternehmen, die auch eine entsprechende Anzahl an Arbeitsplätzen schaffen, betont Schwamm. Das Areal solle beispielsweise nicht als LKW-Parkplatz genutzt werden. Wünschenswert wäre ein "schöner, krisensicherer Betrieb", ähnlich wie Syncreon. Das Unternehmen beschäftigt rund 350 Mitarbeiter.

Eine Nachnutzung für das nahegelegene Lidl-Objekt an der Adolf-Oesterheld-Straße zeichne sich nicht ab. Noch stehe nicht fest, ob der Konzern das Gelände verkaufen oder doch selbst nutzen möchte, sagt Schwamm.

Einen ständigen Wandel gibt es auch in der Innenstadt. Um die Lange Straße sei es ganz gut bestellt. Als "richtig klasse" bezeichnet Schwamm, das mit Schuh Eggers nach der Schließung des Schuhhauses Elsner das Angebot erhalten bleibe. Das Augenmerk müsse jedoch auf der Südstraße liegen. Dennoch lautet sein Fazit: "Um das Herz unserer Stadt mache ich mir keine Sorgen."

So sieht Schwamm Wunstorf im Jahr 2027:

Der Wirtschaftsförderer geht davon aus, dass die Innenstadt immer noch so belebt sein wird wie heute. Dass es so bleibt, liege auch in der Hand der Kunden. Der Tourismus befinde sich auf einem guten Weg. Auch wenn Schwamm sich ein großes Hotel am Meer wünschen würde, hält er dies nicht für realisierbar. Aber Steinhude werde auch ohne zurechtkommen.

Schwamm sagt, er wünsche sich, dass die Schließung des größten Arbeitgebers, Kali + Salz, sich weiter nach hinten verschiebt. Und dass die verlorengegangen Arbeitsplätze durch Neuansiedlungen Gewerbegebiet-Süd aufgefangen werden. Züge sehe er dort aber in zehn Jahren noch nicht rollen - der geplante Gleisanschluss werde noch länger dauern, meint Schwamm.

Von Rita Nandy

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