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Wrobel gibt Verantwortung für Volkstrauertag weiter

Wunstorf Wrobel gibt Verantwortung für Volkstrauertag weiter

Bei der Feier zum Volkstrauertag in der Kernstadt übergibt Dietrich Wrobel die Verantwortung an einen Nachfolger. Manfred Gröne hat ich dazu bereit erklärt.

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Dietrich Wrobel gibt die Verantwortung für die Feierstunden am Volkstrauertag an Manfred Gröne weiter.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf.  Dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt einen würdigen Rahmen zu verleihen, das war in der Kernstadt rund 40 Jahre lang die Aufgabe von Dietrich Wrobel. In diesem Jahr gibt er beim Volkstrauertag den Stab weiter an den früheren Soldaten Manfred Gröne, der die Aufgabe in seinem Sinne weiterführen will. „Ich bin schon immer zu den Veranstaltungen hingegangen, wenn ich Zeit hatte“, sagte Gröne.

Der damalige städtische Beamte Wrobel war seinerzeit angesprochen worden, ob er als Nachfolger von Willi Schwandt aktiv werden will und musste sich in die Arbeit für den Volksbund Deutsche Kriegsgräber erst hineinfinden. Er hatte als Kind allerdings den Krieg noch selbst miterlebt und war später mit seiner Familie aus der DDR nach Wunstorf gekommen.

Zum Ablauf der Feierlichkeiten gehörte damals noch, die Kriegsgräber auf dem Stiftsfriedhof mit einer Schulklasse eine Woche vor dem Volkstrauertag zu pflegen, außerdem zogen Mitglieder los, um Geld für die Aufgaben des Verbands zu sammeln. Das haben heute Soldaten übernommen.

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Nach der Feierstunde im Hölty-Gymnasium führt der Schweigemarsch zum Ehrenmal an der Hindenburgstraße.

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Bei den Gedenkstunden wollte Wrobel neben Chor und Orchester immer auch Schüler mit einbinden, um bei der kommenden Generation für den Frieden zu werben. „Es ging ja nicht mehr darum, einen Heldengedenktag zu organisieren“, betont Wrobel. Zufrieden ist er mit seiner Reihe der Festredner, neben Politikern und Pastoren auch alle Kommodores des Lufttransportgeschwaders 62. „Alle haben gute Reden gehalten.“ Dabei wandelten sich auch die inhaltlichen Schwerpunkte, heute geht es auch um Opfer von Bundeswehreinsätzen und von Terror. „Die Welt ist voller Hass, deshalb muss es mit unseren Bemühungen weitergehen“, betont Wrobel.

Er freut sich aber über die Zeichen der Versöhnung, vor allem mit dem früheren Erzfeind Frankreich: „Wo früher die Großvater noch aufeinander geschossen haben, kümmern sich die Enkel heute gemeinsam um deren Gräber. Das ist ein schönes Beispiel.“ Nach der Wende habe der Volksbund aber auch in Russland stark zur Aussöhnung beigetragen.

Leider hat in Wunstorf allerdings die Beteiligung von Vereinen und Bürgern an den jährlichen Feierstunden immer weiter nachgelassen, so dass irgendwann ein Umzug aus dem Stadttheater ins Hölty-Gymnasium anstand. Dort beginnt nun am Sonntag, 19. November, um 11.30 Uhr wieder die Feierstunde mit dem Wunstorfer Doppelquartett und der Musikschule. Die Ansprache hält der Erste Stadtrat Carsten Piellusch. Nach dem Schweigemarsch spielt der Bläserkreis am Ehrenmal während der Kranzniederlegung.

Die weiteren Termine zum Volkstrauertag

Blumenau: Treff um 11 Uhr am Galgenberg, dann Gang zum Ehrenmal.

Bokeloh: 11.30 Uhr, Friedhofskapelle.

Großenheidorn: nach dem Gottesdienst (gegen 11 Uhr) am Ehrenmal.

Idensen: 15 Uhr, Neue Kirche.

Klein Heidorn: 10 Uhr  Gottesdienst im Gottesdienstraum, anschließend Kranzniederlegung am Ehrenmal Triftstraße.

Kolenfeld: nach der Kirche, 11.30 Uhr, am Ehrenmal.

Luthe: 11 Uhr vor der Kirche am Ehrenmal.

Mesmerode: bereits am Sonnabend, 18. November,  18.30 Uhr, Mehrzweckhalle.

Steinhude: nach dem evangelischen Gottesdienst in der Kirche, gegen 11 Uhr, an der Friedenseiche.

Von Sven Sokoll

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