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Hilfsangebote überfordern Stadt

Wunstorf Hilfsangebote überfordern Stadt

Die Stadtverwaltung ist im Moment überfordert damit, die große Welle von Spenden- und Hilfsangeboten für Flüchtlinge in die richtigen Bahnen zu lenken. Das hat Baureferatsleiter Andreas Varnholt am Mittwoch im Ortsrat Wunstorf eingeräumt.

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Die Stadt ist überfordert damit, die große Welle von Spenden- und Hilfsangeboten für Flüchtlinge in die richtigen Bahnen zu lenken.

Quelle: Symbolbild

Wunstorf. Andreas Varnholt kündigte eine baldige Neuorganisation an. „Wir dürfen schließlich niemanden verprellen“, sagte er.

Denn die Hilfe wird gebraucht, zumal die Stadt jetzt weiß, dass sie bis Ende Januar 2016 noch 255 weitere Flüchtlinge unterbringen muss. Rund 60 freie Plätze gibt es noch in Wohnungen, doch für die große Mehrheit werden schnell zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten entstehen müssen. „Da gibt es jetzt keine Zögerlichkeiten mehr.“ So soll das Vion-Verwaltungsgebäude umgebaut werden. Eine Versammlung für die Anwohner beginnt am Montag, 28. September, um 19 Uhr in der Aula der Oststadtschule. Varnholt berichtet, dass es von DRK und Johannitern Angebote gibt, als Betreiber zu fungieren. Gleichzeitig bittet die Stadt aber auch weiterhin dringend um weitere Wohnungsangebote unter Telefon (0 50 31) 10 12 41 oder (0 50 31) 10 12 60 sowie per E-Mail an gunnar.bratrich@wunstorf.de oder maren.matthies@wunstorf. de. „Wir hatten bisher viel Glück damit - vielleicht ist es uns auch weiterhin hold“, sagte Varnholt. Rund 100 Wohnungen konnte die Stadt bisher anmieten.

Auch das Wunstorfer Polizeikommissariat hat sich auf die Arbeit mit Flüchtlingen eingestellt. Das berichtete Dirk Hallmann, der sich als neuer Leiter vorstellte. „Es ist klar, dass auch das Auftreten der Polizei einen großen Teil der Willkommenskultur ausmacht“, sagte er. Kontaktbeamter Ralf Möllmann wurde zum Flüchtlingsbeauftragten ernannt. Mit Blick auf mögliche fremdenfeindliche Reaktionen aus der Bevölkerung betonte sein Chef: „Die Polizei muss große Souveränität im Umgang mit Flüchtlingen beweisen. Viele Beobachter warten nur darauf, dass es hektisch wird.“

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