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Neubau wertet Markt weiter auf

Wunstorf Neubau wertet Markt weiter auf

An der Barne tut sich etwas: Mit den Arbeiten zu einem Neubau an der Barnestraße will der Wunstorfer Bauverein im Frühjahr 2016 beginnen. Danach soll der Platz gepflastert und damit zum Eingangstor für den Stadtteil im Süden werden.

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Noch liegt das Grundstück brach, aber im nächsten Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Nach der Fertigstellung soll dann auch der Barnemarkt neu gestaltet werden.

Quelle: Lütjens

Wunstorf. Die Stadtsparkasse schließt ihre Filiale in der Barne, die Volksbank Nienburg auch. Die Bäckereifiliale ist in den Sommerferien geschlossen. Dennoch hat Michael Nahrstedt, Geschäftführer des Wunstorfer Bauvereins, einen positiven strukturellen Wandel ausgemacht. Denn der Barnemarkt bekommt in den nächsten Jahren ein neues Gesicht.

Nach Fertigstellung des kirchlich-diakonischen Zentrums steht das nächste Bauvorhaben an. Der Wunstorfer Bauverein möchte auf dem Eckgrundstück Barnestraße/Albrecht-Dürer-Straße einen attraktiven Neubau errichten. Erst wenn dieser fertig ist, will sich die Stadt an die Umgestaltung des Platzes machen. Dieser soll - neu gepflastert und optisch aufgewertet - als Eingangstor für den Stadtteil im Süden dienen. Rund 350.000 Euro sind neben den Planungskosten von 30.000 Euro dafür vorgesehen.

Sparkasse schließt Ende August

Nur noch bis Ende des Monats ist die Filiale der Stadtsparkasse am Barnemarkt geöffnet. Sie wird in eine Selbstbedienungsfiliale umgewandelt. Ob sie an derselben Stelle stehen wird und was mit den Räumen passieren wird, darüber konnte Pressesprecherin Maren Huwatschek noch keine Angaben machen. Die Mitarbeiter der Filiale wechseln in den Servicebereich der Hauptstelle in der Langen Straße und in die Luther Filiale. „Unsere Kunden werden weiterhin von vertrauten Gesichtern bedient“, sagte Huwatschek. Während die Kunden bislang an den Automaten in der Barne rund 8000 Vorgänge vornahmen, ist der Bedarf an persönlicher Beratung rückläufig.

Der Bauverein hat das Grundstück von der Kirche gekauft. Der Bauantrag solle noch in diesem Jahr gestellt werden, damit im Frühjahr 2016 mit dem Bau begonnen werden kann, sagte Geschäftsführer Michael Nahrstedt. Die Fertigstellung ist für Frühjahr bis Sommer 2017 angepeilt.

Für das Projekt hat sich der Bauverein mit der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser zusammengetan. Diese will in dem Neubau ihre Verwaltung unterbringen. Außerdem sollen eine ambulant betreute Wohngruppe und eine Seniorentagesstätte einziehen. Der Bauverein errichtet barrierefrei zugängliche Mietwohnungen mit zwei und drei Zimmern. Diese seien aber nicht ausschließlich für Senioren gedacht, machte der Geschäftsführer deutlich.

Der Neubau bedeute eine weitere Aufwertung für das Viertel, so Nahrstedt. Diese habe mit dem Umbau des gegenüberliegenden Hauses durch den Bauverein begonnen. Im Erdgeschoss hat das Jugendprojekt Kurze Wege eine neue Heimat gefunden, im Herbst will der Kneipp-Verein in den Räumen daneben eine Geschäftsstelle eröffnen.

Geldautomat ersetzt Filiale

Die Volksbank Nienburg wird ihre Filiale am Barnemarkt zum Ende des Jahres schließen. „Die Bargeldversorgung wird aber in jedem Fall sichergestellt bleiben“, sagte Matthias Buchholz, Prokurist und Gebietsleiter Süd des Geldinstitutes. Die Suche nach einem Standort für einen Geldautomaten ist noch im Gange, Gespräche laufen. Die Kunden werden von der Hauptstelle in der Langen Straße mit betreut. „Wir werden individuelle Lösungen finden, zur Not bringen wir älteren Menschen auch Geld nach Hause“, sagte der Sprecher. Wegen zunehmender Regulierung und niedriger Zinsen muss die Bank Kosten sparen, um ihren Verdienst zu sichern. Durch Onlinebanking haben sich die Geschäftsvorgänge in den Filialen in den vergangenen 20 Jahren stark reduziert.

Zusammen mit dem Seniorenheim St. Johannes, der Kindertagesstätte, dem Kirchenzentrum sowie dem Forum des Bauvereins rundet der Neubau das Bild ab. Rund um den Barnemarkt gibt es damit Angebote für alle Generationen. „Wenn der Markt sich dann noch optisch öffnet, könnte das auch eine Belebung für die Geschäftswelt bedeuten“, hofft der Geschäftsführer.

Von Anke Lütjens

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