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Thies erringt Titel des Bürgerschützenkönigs

Wunstorf Thies erringt Titel des Bürgerschützenkönigs

Nach Suppe und Rouladen haben die 380 Teilnehmer des ausverkauften Bürgerfrühstücks zum städtischen Schützenfest es am Sonntag erfahren: Der neue Bürgerschützenkönig heißt Sebastian Thies aus der Altstadtkompanie. Ganz überrascht warf er sich seine Uniformjacke über und nahm die Scheibe entgegen.

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Auf und Ausmarsch der Schützen in Wunstorf.

Quelle: Mirko Bartels

Wunstorf. Er ließ damit die Bürgerschützen Ulrike Widdel und Marco Waschk hinter sich. Den Titel des Jungschützenkönigs sicherte sich Timo Bonitz aus der Südstadt vor Joänna Uhlenbrock (Südstadt) und Tobias Rietig (Wunstorfer Schützengesellschaft). Kinder und Jüngste waren bereits am Freitag geehrt worden.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt freute sich bei seiner Begrüßung, auf so volle Reihen blicken zu dürfen: Nicht nur alle Landtags- und Bundestagsabgeordneten waren erschienen, auch die eigene Verwaltungsspitze war dieses Mal komplett. "Für Andreas Varnholt war es immer die Höchststrafe gewesen, wenn er auch nur als Zuschauer am Fest teilnehmen sollte", sagte er schmunzelnd mit Blick auf den verabschiedeten Baudirektor. Nachfolger Robert Lehmann hatte sich den Festverpflichtungen gestellt. Eberhardts Ausflug in die Historie und aktuelle politische Themen ging dann allerdings etwas im Gemurmel unter.

In einer Damenrede suchte Ratsfrau Friederike Kosok nach Gründen, warum in diesem Jahr mit Kommandeurin Anke Drude und Adjutantin Christiane Schweer ein weibliches Führungsduo am Start war: Die männlichen Vorgänger hätten in der Vergangenheit einfach zu viele Fehler gemacht. "In der Konsequenz, was liegt da näher, versuchen wir es ohne Mann." Schweer sprach am Sonntag von einer "interessanten Aufgabe", war aber nach den zahlreichen Verpflichtungen während des Festes doch auch einigermaßen geschafft.

Volle Aufmerksamkeit erspielte sich während des Bürgerfrühstücks die Akteure des Kolenfelder Feuerwehr-Musikzugs, die ihre Zuhörer auch zum Schunkeln brachten und einige von ihren Sitzen rissen.

Der großen Festumzug mit starker Beteiligung war am Sonnabend der Höhepunkt des Festes gewesen. "1212 Marschier- und Trinkwillige", wie es hieß, waren dazu zunächst auf dem Platz vor der Stadtkirche angetreten. Eberhardt gratulierte dort zu den Jubiläen: Die Kompanien in Altstadt, Südstadt und Nordstadt bestehen seit 50 Jahren. Sie hatten seitdem geholfen, das Wunstorfer Schützenfest von seinem damaligen Tiefpunkt wegzuführen. Doch auch weitere Vereine schlossen sich dem Umzug an.

Anke Drude fühlte sich als Kommandeurin für das Wetter beim Umzug zuständig und entschuldigte sich für den Regen der vergangenen Woche. Sie habe versucht auch einen Teil nach Neustadt umzuleiten. Dort sei man aber schon genug gewässert gewesen. Es war warm, aber alle hatten schwitzend gute Laune. Die einzelnen Kompanien hatten vereinzelt spezielle Wasserträger im Einsatz. Zuschauer gab es auch. Nicht mehr und nicht weniger als in den vorangegangenen Jahren.

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Weitere Pokale sind verteilt worden

Den Ratspokal gewann der Luther Ortsbürgermeister Rolf Hoch, der vor seinem Kolenfelder Amtskollegen Karsten Grobe und Klaus Pengel lag. Auch Kernstadt-Bürgermeister Thomas Silbermann konnte jubeln, weil er bester Mann der Altstadtkompanie wurde. Das gelang sonst auch Tanja Heine (Oststadt), Gerhard Bonitz (Südstadt), Martin Ehlerding (Nordstadt), Sebastian Marschner (Jägercorps) uns Thorsten Lüers (Schützengesellschaft).

Das Schießen auf die Stadtscheibe gewann Rainer Ahrendt junior von der Schützengesellschaft. Den Stadtpokal sicherte sich die Mannschaft Larissa und Wilhelm Köhler sowie Marco Waschk.

Auch Zeit für Auszeichnungen ist das Schützenfest immer. Eine wichtige, den großen Verdienstorden, bekam in diesem Jahr Dieter Kiel dessen Familie für die Altstadtkompanie unter anderem seit langer Zeit das Quartier bietet.

Band muss ohne Keyboarder auftreten

Ein Zwischenfall behinderte am Abend den Auftritt der Band First Aid: Der Keyboarder hatte bei den Proben plötzlich einen so lauten Ton auf seinem Kopfhörer, dass er ärztlich untersucht werden musste und für den Abend ausfiel. In kleiner Besetzung und mit der Unterstützung des DJ Kai sorgte die Band dann aber doch noch für ordentlich Partystimmung, sie bis 3 Uhr anhielt. Am Freitagabend hatten Die Junx den DJ nach dem Programm der Kompanien unterstützt.

Von Mirko Bartels und Sven Sokoll

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