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Was gehört in die Reiseapotheke?

Wunstorf Was gehört in die Reiseapotheke?

Die ersten Urlauber sind bereits wieder zurück, die anderen starten in die Ferien. Zu beachten ist dabei auch der richtige Inhalt der Reiseapotheke.

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Apotheker Rüdiger Heß-Eichenberg weiß, was in die Urlaubsapotheke gehört.

Quelle: Lütjens

Wunstorf. Ob Sylt, Mallorca oder Copacabana – egal, wohin es in den Urlaub geht, eine gute Vorbereitung ist die wichtigste Voraussetzung für eine stressfreie Auszeit. Neben dem Kofferpacken gehört auch die richtige Zusammenstellung einer Reiseapotheke dazu.

Denn mit den notwendigen Medikamenten und einem kleinen Erste-Hilfe-Set für mögliche Erkrankungen und Verletzungen im Gepäck reist es sich im Urlaub unbeschwerter. Was genau in die Reiseapotheke gehört, ist abhängig von dem Urlaubsziel, der Art des Urlaubs und den individuellen Bedürfnissen.

„Grundsätzlich sollte eine Reiseapotheke immer alle Medikamente enthalten, die auch zur Hausapotheke gehören“ erklärt Rüdiger Heß-Eichenberg vom Landesverband der Apotheker und Inhaber der Sonnen-Apotheke. „Außerdem sollten Medikamente gegen typische Reisebeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall dabei sein. Selbstverständlich gehören auch alle dauerhaft persönlich benötigten Arzneimittel ins Gepäck.“

Dazu kommen die Medikamente, die von Urlaubsziel und -art abhängig sind, wie zum Beispiel zur Malariavorsorge bei einer Südostasienreise. Auf Tagesausflügen sollten zum Beispiel Schmerztabletten, Medikamente gegen Durchfall, Desinfektionsmittel oder Wundschnellverbände dabei sein. Wird der Urlaub mit Kind geplant, muss die Reiseapotheke außerdem kindgerecht gepackt werden. Pflaster, Mullbinden oder Fieberthermometer sollten deshalb auf jeden Fall mit dabei sein. Die örtlichen Apotheken unterstützen Reisende bei der Zusammenstellung ihrer Reiseapotheke und geben wertvolle Tipps.

Reisende, die dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, sollten neben der Reiseapotheke die benötigten Arzneimittel in ausreichender Menge mitnehmen. Wichtig ist auch der korrekte Transport während der Reise. Bei Flugreisen sollte die Reiseapotheke zumindest teilweise im Handgepäck transportiert werden, da Koffer verloren gehen können. Insbesondere Medikamente, die dauerhaft benötigt werden, sollten unbedingt im Handgepäck verstaut werden.

Auch hier muss der Reisende aufpassen: „Beim Fliegen müssen bestimmte Medikamente wie Insuline im Handgepäck transportiert und gekühlt gelagert werden. Sie dürfen aber auch nicht durch zu engen Kontakt mit dem Kühlelement einfrieren“, sagt Rüdiger Heß-Eichenberg, Vorsitzender des Bezirks Hannover-Land beim Landesapothekerverband Niedersach-sen. Sinnvoll sei auch, eine ärztliche Bescheinigung für das Mitführen von Spritzen und Insulin dabei zu haben. Damit werden Probleme bei der Sicherheitskontrolle vermieden.

Für den Notfall sollten neben dem Insulinpen auch Insulinspritzen für den einmaligen Gebrauch im Handgepäck dabei sein, falls der Pen versagt. Auf die Umverpackungen der Medikamente kann aus Platzgründen verzichtet werden. Die Beipackzettel sollten aber unbedingt mitgenommen werden.

Je nach Urlaubsland müssen Reisende zudem die Einfuhrbestimmungen für Medikamente beachten. Denn die uneingeschränkte Medikamenteneinfuhr ist nicht weltweit gestattet. Informationen über die jeweils gültigen Vorschriften für die Medikamenteneinfuhr erhalten Reisende bei der Botschaft des jeweiligen Landes.

Eine Checkliste für die Reiseapotheke ist ab sofort auch auf www.lav-nds.de verfügbar.

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