Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Mentoren wecken Leselust

Wunstorf Mentoren wecken Leselust

Seit 13 Jahren sind Leselernhelfer des Vereins Mentor auch an Wunstorfs Grundschulen aktiv. Am Dienstagnachmittag trafen sich viele der Sprachbegleiter zum Austausch im Hotel-Wehrmann Blume. Tipps und Informationen gab es von Christian Meineke. Er ist Sprachförderer und gibt bei Mentor Seminare.

Voriger Artikel
Meeres-Probleme werden diskutiert
Nächster Artikel
28 Tonnen Schiff aus dem Wasser gehoben

Christian Meineke erzählt beim Mentoren-Treffen über seine Erfahrungen mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien.

Quelle: Lange-Schönhoff

Wunstorf. In Wunstorf sind zurzeit 82 Mentoren im Einsatz. Sie fördern 92 Schüler mit dem Ziel, ihnen die "Welt zwischen den Buchdeckeln zu öffnen" und sie beim Lesen zu begleiten. Das Besondere ist, dass die Jungen und Mädchen im Einzelunterricht gefördert werden. "Es mangelt vor allem an Lese- und Sprachkompetenz sowie am Textverständnis", sagte Koordinatorin Ingrid Fröhlich. Neu dazugekommen sei die Grundschule Steinhude. Dort fange demnächst eine Leselernhelferin an. An der Schule werden dringend weitere Mentoren gesucht, betonte sie.

Beim Treffen mit dabei war auch Mentors stellvertretende Vorsitzende Christiane Eisenhauer. Wunstorf sei gut aufgestellt, trotzdem bestehe weiterhin großer Bedarf. In Hannover betreue der Verein auch Kinder an Gymnasien, das sei Folge des Elternwillens. Ohne Unterstützung bestehe die Gefahr, dass einige Schüler schon in der fünften Klasse scheiterten, gab sie zu bedenken.

Wertvolle Tipps erhielten die Leselernhelfer von Christian Meineke. Er stellte in seinem Vortrag vor allem die Kinder mit Flüchtlingserfahrung in den Vordergrund. Viele von ihnen seien belastet, aber nicht traumatisiert, sagte er. "Es sind Kinder, die wie alle anderen nach draußen wollen zum Spielen. Oft können sie sich nicht lange konzentrieren. Ich rate dann zu Bewegungsspielen. Auch der Einsatz von Musikinstrumenten fördert das Miteinander zwischen Leselernhelfer und Kind", weiß er aus Erfahrung.

Erfahrung im Umgang mit Kindern aus geflüchteten Familien hat auch Jutta Janßen. Die pensionierte Pädagogin ist Mentorin an der Albert-Schweitzer-Grundschule und betreut ein zehnjähriges Mädchen aus Syrien. "Die Einzelförderung bringt den Kindern sehr viel. Wichtig ist, dass die Leistung nicht im Vordergrund steht, sondern das Miteinander", betonte sie. Sie arbeite daher viel mit Gegenständen, die das Mädchen dann benennen müsse. Schon kürzere Texte seien oft zu schwierig, da fehle das Sprachverständnis. Trotzdem sehe sie bei jedem weiteren Treffen Fortschritte, erzählt Janßen erfreut.

Wer Interesse an einer Mitarbeit beim Verein Mentor - Die Leselernhelfer hat, kann sich an Ingrid Fröhlich wenden. Unter Telefon (05033) 63 66 gibt sie gerne Auskunft über Möglichkeiten eine Mitarbeit. Informationen zum Verein gibt es auch auf www.mentor-leselernhelfer.de

doc6u25oj3o42eqpwdbig3

Fotostrecke Wunstorf: Mentoren wecken Leselust

Zur Bildergalerie

Von Christiane Lange-Schönhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x6223wol4kjvvisl1s
IGS-Schüler lernen Berufe kennen

Fotostrecke Wunstorf: IGS-Schüler lernen Berufe kennen