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Künftige Lokführer lernen am Simulator

Wunstrorf Künftige Lokführer lernen am Simulator

Seit Kurzem betreibt Ronald Schmidt eine Lokführerschule in dem Gebäude der ehemaligen Steinhuder-Meer-Bahn - und die Nachfrage ist groß.

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In einem separaten Unterrichtsraum kann Ronald Schmidt an den Monitoren verfolgen, was am Simulator gerade abläuft.

Quelle: Rogl

Wunstorf. Eine Garantie kann Ronald Schmidt, Chef der Wunstorfer Lokführerschule Railconzept, seinen Schülern geben: Wenn sie zehneinhalb Monate in Theorie und Praxis durchhalten und die Abschlussprüfung bestehen, dann haben sie einen Job sicher. Und zwar den des Lokführers bei einer der zahlreichen Privatbahnen im Güter- oder Personenverkehr oder auch beim immer noch größten Bahnbetrieb, der Deutschen Bahn. Der erste Kurs, den der Wunstorfer im Frühjahr begonnen hat, läuft gerade, ein zweiter beginnt am 21. November.

Bis zu 20 Bewerber können teilnehmen. Wenn sie den vorgeschriebenen Gesundheitstest bei einem Bahnarzt bestehen, müssen sie nur noch die Nerven bewahren. Pauken und Üben an einem Simulator heißt es dann. Das Gerät steht im historischen Gebäude der ehemaligen Betriebsleitung der Steinhuder-Meer-Bahn. Der in Braunschweig bei einer Spezialfirma hergestellte Simulator besteht aus einem Computer in einem originalgetreuen Führerstand und einem großen Bildschirm an der Wand, auf dem eine Bahnstrecke zu sehen ist. Ein Klick – und der Schüler hat das Gefühl, in einer fahrenden Lok zu sitzen. Als Lokführer. Er muss auf die Signale achten, die Sicherheitstasten bedienen und höllisch aufpassen, dass er den Zug zum Halten bringt, wenn das erforderlich ist. Für das gute Dutzend Programme für Triebfahrzeuge verschiedener Baureihen ist Trainingsentwickler Michail Reichelt verantwortlich. Der 43-Jährige ist der Lehrlokführer am Simulator.

Der zwei Jahre ältere Ronald Schmidt, ausgebildeter Lehrlokführer und früher in dieser Funktion jahrelang bei der Celler OHE tätig, geht mit den Lokführeranwärtern dann richtig auf die Strecke. In der Regel bei privaten Bahnen wie der Mindener Kreisbahn, den Verkehrsbetrieben Elbe-Weser/Mittelweserbahn und anderen. Auf der Strecke zeigt sich mitunter schon früh, wer für den Beruf geeignet ist und wer nicht. Eine falsche Reaktion kann schließlich erhebliche Folgen haben. Beim gerade laufenden Kurs haben denn auch schon ein paar Bewerber aufgegeben. Für den nächsten Kurs im November hat sich bis jetzt schon ein halbes Dutzend Interessierter angemeldet. Weitere können sich schriftlich, per E-Mail oder auch persönlich bei Schmidt und seinen Mitarbeitern an der Hindenburgstraße informieren und einschreiben lassen. Ihr praktischer Job wird zwar anstrengend sein, aber Lokführer – natürlich auch Frauen – werden in den kommenden Jahren immer stärker gesucht. Denn Nachwuchs im Führerstand wird dringend gebraucht.

Von Wolfgang Rogl

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