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Aus der Stadt Region arbeitet an Online-Ärzteliste
Hannover Aus der Stadt Region arbeitet an Online-Ärzteliste
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06:00 31.07.2018
Mit der Aufschrift "Frauen haben ein Recht auf Information" wirbt diese Demonstrantin für die Selbstbestimmung von Frauen beim Thema Abtreibung. Quelle: dpa
Hannover

Nun also doch: Die Region Hannover wird auf der Internetseite hannover.de demnächst eine Liste mit gynäkologischen Arztpraxen veröffentlichen, die Abtreibungen vornehmen. Die Behörde nimmt nach eigenen Angaben eine Anregung von Frauen- und Sozialverbänden auf. Präsident Hauke Jagau sagte am Montag: „Die Liste ist eine Hilfestellung für Frauen in Krisensituationen.“ Außerdem handele die Region „im Sinne einer größtmöglichen Transparenz“. Das Portal hannover.de ist der gemeinsame Internetauftritt von Region und Stadt Hannover.

Die Landeshauptstadt hatte sich noch, wie am Montag berichtet, dagegen ausgesprochen, eine Liste von Ärzten zu veröffentlichen, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. In einer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion „Die Fraktion“ hieß es aus der Rathausverwaltung, die Bereitstellung solcher Adressen sei „weder zeitnah noch mit einem geringen Aufwand leistbar“ und überdies keine kommunale Aufgabe. Solche Informationen müsse das Landesamt für Soziales bereitstellen. Ethische Gründe dagegen widersprächen einer solchen Auflistung nicht.

Jagau, der von der ablehnenden Haltung der Stadt in der HAZ las, betrachtet die Bereitstellung solch einer Liste als Aufgabe der Gesundheitsbehörde innerhalb der Region Hannover. Sie will nun bei entsprechenden Gynäkologen nachfragen, ob sie mit einer Veröffentlichung ihrer Namen und Adressen einverstanden sind. Eine Abfrage unter seinen Kollegen hat bereits der hannoversche Frauenarzt Christian Albring begonnen. Albring ist Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Der Fraktionschef der „Fraktion“, Julian Klippert, begrüßte Jagaus schnelles Handeln als „Schritt in die richtige Richtung, nachdem die Landeshauptstadt den Moment verpasst hat“. Jagau wolle den Erfolg für sich verbuchen, sagte Klippert weiter, er wisse aber, „wo der Funken entfacht wurde“ – und meinte seine Fraktion.

Von Gunnar Menkens

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