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Aus der Stadt Auto-Attacke: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Hannover Aus der Stadt Auto-Attacke: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
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19:00 26.09.2018
Der 23-jährige Fahrer des Mercedes muss sich unter anderem wegen versuchten Totschlags vor Gericht verantworten. Quelle: Christan Elsner
Hannover

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage gegen die beiden Männer erhoben, die im Mai in Ahlem mit einem Auto auf einen jungen Mann zugerast sein sollen. „Dem Älteren wird versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Laut Anklage wird dem 23-Jährigen vorgeworfen, „im Auto gewartet, Ausschau nach dem 21-Jährigen gehalten und dann auf das Opfer losgefahren zu sein“, sagt Klinge. Der Beifahrer muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der Mercedes 500 steuerte am Nachmittag des 12. Mai an der Tegtmeyerallee direkt auf das Opfer zu, der 21-Jährige ist der Cousin des Fahrers. Dieser konnte sich gerade noch mit einem Sprung zur Seite retten. Im Vorfeld soll es zwischen beiden einen Streit gegeben haben. Der Wagen prallte gegen eine Hauswand, Fahrer und 21-jähriger Begleiter sollen dann mit einem Baseballschläger und Pfefferspray auf ihren Kontrahenten losgegangen sein. „Selbst durch den Unfall ließ sich der 23-Jährige von seinem Vorhaben nicht abbringen“, sagt Klinge. Der Cousin wiederum zog ein Messer und verletzte die beiden Angreifer.

Der Mercedesfahrer und sein Begleiter sitzen seither in Untersuchungshaft. Der 23-Jährige bestreitet jedoch eine Tötungsabsicht. Vielmehr habe der Cousin ihn mit dem Tode bedroht. „Mein Mandant wird vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung nehmen“, sagt sein Verteidiger Matthias Waldraff auf HAZ-Anfrage. Der Prozess am Schwurgericht Hannover beginnt am 16. Oktober, es sind vier Verhandlungstage anberaumt.

Von Peer Hellerling

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