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Aus der Stadt Blaualgen: Badeverbot an den Ricklinger Kiesteichen
Hannover Aus der Stadt Blaualgen: Badeverbot an den Ricklinger Kiesteichen
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20:38 25.07.2018
Der Siebenmeterteich an den Ricklinger Kiesteichen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Im zu den Ricklinger Teichen gehörenden Siebenmeterteich gilt ab sofort ein Badeverbot. Grund dafür ist ein stark vermehrtes Aufkommen der gefährlichen Blaualgen, die in dem See deutlich zu erkennen sind. Bei der Region wird damit gerechnet, dass wegen der anhaltend heißen Witterung in den kommenden Tagen sich auch in anderen Badeseen die Blaualgen stark vermehren. „Das kann schnell mehr werden“, sagt Regionssprecherin Sonja Wendt.

Der Siebenmeterteich liegt südlich des Südschnellwegs und ist besonders bei FKK-Anhängern beliebt. Zu besonderer Vorsicht rät die Region weiterhin an den anderen beiden Ricklinger Teichen, die zum Baden frei gegeben sind (Großer Teich und Dreiecksteich), am Steinhuder Meer, am Irenensee, am Parksee Lohne am Tannenbruchsee und am Kiesteich Bordenau. Dort wurden bei aktuellen Proben hohe Anteile an Blaualgen im Wasser festgestellt. Dort aufgestellte Schilder informieren die Badegäste über die auch mit bloßem Auge erkennbare Gefahr.

Besonders Eltern von Kleinkindern und Hundebesitzer rät die Region zu Wachsamkeit. Beim Verschlucken des Wassers ist auch bei Erwachsenen mit Übelkeit, Erbrechen und Atemnot zu rechnen. „Vor allem Kinder sollten nicht in Bereichen mit höherem Blaualgenaufkommen baden“, sagt die Leiterin des Teams Infektionsschutz und Umweltmedizin der Region, Constanze Wasmus. Auch der Kontakt von Wasser mit der Haut kann zu Reizungen führen. Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzer darauf hin, dass auch die Tiere bei Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.

Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover überwacht während der Badesaison vom 15. Mai bis zum 15. September 23 Seen in der Region. Im vierwöchigen Rhythmus nehmen Experten Proben, um das Wasser bakteriologisch auf zwei Keimarten - so genannten Intestinalen Enterokokken und Escherichia coli – zu untersuchen. Außerdem werden die Seen anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen geprüft.

Manche Arten der Blaualgen scheiden gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte aus, die zu allergischen oder toxisch bedingten Gesundheitsstörungen führen können. Entsprechende Schilder mit Verhaltenshinweisen sind an den betroffenen Badestellen aufgestellt. Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung am Ufer. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern.

Was Sie sonst noch über Blaualgen wissen sollten, erfahren Sie hier. Auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts gibt es eine Karte mit aktuellen Hinweisen zu möglichen Gefährdung durch Blaualgen. Die Übersicht finden Sie hier.

Von Mathias Klein

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