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Aus der Stadt Feuerwehr wünscht sich Drohnen für 70.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Feuerwehr wünscht sich Drohnen für 70.000 Euro
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18:57 26.09.2018
Drohnen mit Kameraausrüstung wünscht sich auch die Feuerwehr Hannover. Quelle: picture alliance / Sven Hoppe/dp
Hannover

Sie kreisen über dem Brandherd, suchen Vermisste und fotografieren unwegsames Gelände – Drohnen können eine erhebliche Hilfe bei Feuerwehreinsätzen sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Feuerwehr Hannover, die am Mittwoch im städtischen Personalausschuss vorgestellt wurde. „Wir bekommen schnell Informationen über den Einsatzort und können entscheiden, welche Maßnahmen wir ergreifen“, sagte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Dieter Rohrberg. Dadurch gewinne man wertvolle Zeit. Rohrberg empfiehlt bereits für das kommenden Jahr den Kauf einer Drohne für 60.000 bis 70.000 Euro – und bekommt zustimmende Signale aus der Ratspolitik.

Als Beispiel für einen sinnvollen Drohneneinsatz führt Rohrberg den Moorbrand im Emsland an. Ein solches Terrain sei nur schwer zugänglich, aber mithilfe einer Drohnen-Kamera könne man sich schnell einen Überblick verschaffen. „Zudem können wir eine Wärmebildkamera an die Drohne hängen“, sagt Rohrberg. Damit sei es möglich, vermisste Personen zu finden, etwa nachts oder in Gewässern. Auch Messgeräte könnten am Flugapparat angebracht werden, um die Schadstoffkonzentration nach einem Chemieunfall zu festzustellen. „Aber hier gibt es noch Probleme“, sagt der stellvertretende Feuerwehrchef. Eine Drohne erzeuge auf ihrem Flug Luftwirbel, die die Messergebnisse verzerrten. Noch sei die Messtechnik nicht in der Lage, solche Fehlerquellen auszugleichen. „Wir brauchen eine Drohne, die wir mit neuesten Instrumenten nachrüsten können“, sagt Rohrberg.

Zusätzliches Personal, um Drohnen zu steuern, braucht die Feuerwehr nicht. Letztlich sei die Bedienung mit dem Fortschritt der Technik leichter geworden. „Im Preis ist die Schulung von Mitarbeitern bereits eingerechnet“, sagt Rohrberg. Die Ratspolitik signalisiert bereits Zustimmung zum Drohnenkauf. „Die Kosten bewegen sich in einem angemessenen Rahmen“, sagt CDU-Ratsherr Lars Pohl.

Von Andreas Schinkel

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