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Aus der Stadt Das Historische Museum Hannover lädt zur Seifenproduktion ein
Hannover Aus der Stadt Das Historische Museum Hannover lädt zur Seifenproduktion ein
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16:35 20.01.2019
Seifenkreationen selbst herstellen heißt ein Workshop im Historischen Museum. Josefine See (11) ist total in ihre Arbeit vertieft. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Waschen mit Seife? Zu Zeiten des Barock waren solche Hygienevorstellungen noch überhaupt nicht angesagt. Man habe Perücken getragen und darunter fürchterlich geschwitzt. Läuse seien ein großes Thema gewesen. Statt sich die Zähne zu putzen habe man Nelkengewürz gegessen, gegen Zahnschmerz und gegen Mundgeruch. Friederike Bill, freie Mitarbeiterin in der Kulturvermittlung des Historischen Museums bereitet in der Besucherwerkstatt ein Gemisch aus Kakaobutter und Glitzerinseife zu. Später wird sie es erhitzt über die geraspelten Olivenölseifestücke ihrer 22 Besucher gießen. Aus dem Gemisch soll, „wie beim Mürbeteig“ formbare Masse und dann Seife werden.

„Seifenkreationen herstellen“ steht an diesem Sonntag bei einem Mitmachworkshop für Familien in dem Museum an der Pferdestraße auf dem Programm. Bill vermittelt ihr Thema fasslich, ganz konkret. Wie soll die Seife riechen –nach Lavendel, Orange, Rosmarin oder Vanille? Soll sie mit Kornblüten oder Ringelblüten angereichert werden? All das dürfen ihre Besucher selber entscheiden, bevor sie ihre Zutaten raspeln und kneten, um am Ende ihre ganz individuelle Seife in der Hand zu halten. Josefine See (11) aus Haselünne beispielsweise hat sich Vanillen- und Melonenöl ausgesucht, weil ihr der Geruch so gut gefällt. Lara Passmann (11) aus Großburgwedel findet es insgesamt cool, dass „man mal was selber macht, was man sonst immer kauft“. Die Vermittlung von Historischem, in diesem Fall Hygienevorstellungen von Menschen früher und heute, kommt aber auch nicht zu kurz. Bill referiert, wie Menschen sich gewaschen haben. Wie haben sie Wasser verwertet, wie funktionierte die Kanalisation, wie gingen sie aufs Klo? „Wir haben eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für unsere Nichten gesucht“, sagt Dunia Miro (39). Im Historischen Museum fühlt sie sich gut aufgehoben. Warum? „Die Mischung stimmt“.

Von Jutta Rinas

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